Alleinerziehend und selbstständig – der Königsweg?

Mittwoch, 26.10.2016 06:40 von

Alleinerziehende sind für Personalchefs ein rotes Tuch und gelten auf dem Arbeitsmarkt als schwerst vermittelbar. Was also tun, wenn einen keiner mehr einstellt?

Das Geld ist immer knapp, der Alltag hektisch, und für die Kinder bleibt wenig Zeit. Alleinerziehende wie die Autorin Christine Finke befinden sich nicht nur am Rande der Belastbarkeit, auch von Gesellschaft und Politik werden sie benachteiligt: besteuert nahezu wie Singles, auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert und von der Gesellschaft missachtet - obwohl ihre Kinder unsere Zukunft sichern. Für unser Businessnetzwerk Leader.In hat Christine Finke, die selbst alleinerziehende Mutter von drei Kindern ist, diesen Gastbeitrag geschrieben. Sie weiß genau, wovon sie spricht.

Sie nennen sich Mompreneurs, sind bestens vernetzt, und treten nach außen als Frauen auf, die das Unmögliche geschafft haben: den turbulenten Alltag mit Kind zu meistern und gleichzeitig ihr Hobby zum Beruf gemacht zu haben, die Glücklichen. Viele arbeiten als Texterin, Grafikerin, Übersetzerin, oder vertreiben selbstgemachte Produkte. Gejammert wird nicht, und wenn, dann höchstens über die anziehende Auftragslage, die frau aber selbstredend bestens im Griff habe.

Doch in geschlossenen Facebook-Gruppen oder im Gespräch mit Freunden sieht die Sache schon anders aus – da erfährt man, dass schon wieder ein Kunde nicht gezahlt habe, die Anfragen unfassbar kurzfristig kommen, und die kranken Kinder oder die ständigen Schließzeiten von Hort und Kita den selbstständigen Frauen einen Strich durch die Rechnung machen. Denn selbstständig und Mutter zu sein, das ist kein Zuckerschlecken, im Gegenteil. Oft genug ist dieses Unternehmertum eine reine Notlösung, um nicht in Arbeitslosigkeit oder Hartz IV zu landen, und ähnelt eher einer prekären Beschäftigung als einer Firma.

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