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Alle Krankenkassen schummeln bei Diagnosen

Dienstag, 11.10.2016 18:00 von

Nicht nur TK und AOK bezahlen Ärzte dafür, dass sie ihre Patienten auf dem Papier kränker machen als sie in Wirklichkeit sind. Die Krankenkassen bekommen so mehr Geld. Mancher Versicherte profitierte indirekt davon.

Es war ein freimütiges Geständnis, das der Chef der größten deutschen Kasse ablegte: Die Techniker-Krankenkasse (TK) bezahle Ärzte dafür, dass sie ihre Patienten auf dem Papier kränker machen als sie in Wirklichkeit sind, gestand der Vorstandsvorsitzende Jens Baas ein. Was folgte, war eine Welle der Empörung. Denn laut Baas handelt die TK so, weil sie mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds bekommt, je kranker ihre Versicherten sind. Mehr Geld aus dem Fonds aber bedeutet, dass eine Kasse ihren Beitragssatz leichter stabil halten oder sogar senken kann.

Vor allem die Ortskrankenkassen seien in der Vergangenheit besonders gut darin gewesen, Ärzte bei ihren Versicherten zum „Hochkodieren“ von Diagnosen anzuhalten, sagte Baas. Einen Vorwurf, den AOK-Chef Martin Litsch vehement zurückwies. Doch der Geist ist aus der Flasche und wird sich nicht so leicht wieder einfangen lassen. So warfen Krankenhausverbände den Kassen bereits flächendeckenden Abrechnungsbetrug vor. Das sei ein Fall für den Staatsanwalt.

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