Alle Augen auf der Deutschen Bank

Freitag, 30.09.2016 07:20 von

Die Lage von Deutschlands größter Bank beunruhigt die Finanzmärkte. Weltweit fallen die Kurse, nachdem die Papiere der Bank im US-Handel fast sieben Prozent nachgegeben hatten. Kein gutes Vorzeichen für die Börsen.

Die Verfassung der Deutschen Bank bestimmt rund um den Globus das Geschehen an den Aktienmärkten und wird auch im Frankfurter Handel am Freitag die dominierende Rolle spielen. Der japanische Aktienindex Nikkei liegt am Morgen 1,3 Prozent im Minus, nachdem die in den USA gehandelten Anteilsscheine am Donnerstagabend der Deutschen Bank fast sieben Prozent nachgegeben hatten.

Der Deutsche Aktienindex liegt auf außerbörslichen Plattformen am frühen Freitagmorgen etwas mehr als ein Prozent im Minus. Marktteilnehmer werden darauf achten, ob die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) zum ersten Mal unter zehn Euro rutschen könnte – sie hatte im Frankfurter Xetra-Handel am Donnerstag noch mehr als ein Prozent auf 10,88 Euro zugelegt.

Doch die Sorge hat die Märkte erfasst, dass wichtige Geschäftspartner das Vertrauen in die Deutsche Bank verlieren könnten. Das Gespenst einer Bankenkrise geht um, was auf die gesamten Märkte abstrahlt. Die Bank verweist auf ihr stattliches Liquiditätspolster und versucht auch sonst, die Lage zu beruhigen.

Auslöser ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach etwa zehn Hedgefonds Positionen bei der Deutschen Bank aufgelöst haben. Dazu zählten der 34 Milliarden Dollar (Dollarkurs) schwere Fonds Millennium Partners, Rokos Capital Management (vier Milliarden Dollar) und Papula Investments 14 Milliarden Dollar, schreibt der Finanzinformationsdienst mit Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Die Fonds hätten Derivatepositionen bei der Bank aufgelöst, nachdem in den vergangenen Tagen die Aktie der Bank heftig unter Druck geraten war und eine Diskussion über mögliche Staatshilfe für das Institut entbrannt war – die Bank und die Bundesregierung dementierten, dass es solche Überlegungen gäbe.

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