„All-Inklusive-Paket für Fraport“

Donnerstag, 03.11.2016 07:40 von

14 griechische Flughäfen werden künftig von Fraport (Fraport Aktie) betrieben. Doch kurz vor der Übernahme regt sich Widerstand. Der von den Griechen häufig befürchtete "Ausverkauf" werde beim Fraport-Deal Realität, so die Kritiker.

Die Flugzeit zwischen Freud und Leid beträgt eine Stunde und 45 Minuten. Auf der einen Seite, am Frankfurter Flughafen, wird Fraport-Chef Stefan Schulte am Donnerstag die aktuellen Zahlen seines Unternehmens vorlegen. Besonders erfreuen dürfte seine Aktionäre das Engagement Schultes in Griechenland. Nach zähen Verhandlungen erwarben die Frankfurter Ende vergangenen Jahres in einem Konsortium mit anderen Unternehmen für 1,2 Milliarden Euro und einer jährlichen Konzessionsabgabe von anfänglich 22,9 Millionen Euro die Betreiberkonzession für 14 griechische Flughäfen. 40 Jahre lang soll Fraport nun die größtenteils kleineren Flughäfen etwa auf Kos, Mykonos und Samos betreiben und gemeinsam mit den Minderheits-Partnern bis 2020 noch 330 Millionen Euro investieren. Bereits in wenigen Wochen soll in der griechischen Hafenstadt Thessaloniki der erste Flughafen unter der neuen Führung eröffnen.

Doch in Thessaloniki und anderen griechischen Flughäfen macht sich Frust über den Deal breit. So versucht die griechische Gewerkschaft der zivilen Luftfahrt OSYPA die Übernahme durch Fraport nach wie vor mit Klagen zu vereiteln. Die Gewerkschaft kritisiert die Übernahmebedingungen scharf und spricht gar von einem „nationalen Verbrechen“. Unterstützung bekommen die griechischen Gewerkschafter auch aus Deutschland. Der Verkehrsexperte von Die Linke, Herbert Behrens, bezeichnet den Konzessions-Vertrag als „Sieg für Fraport“, aber als „Niederlage der Demokratie in Europa.“

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