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Aktuelle Lage im Nahen Osten unterstützt Ölpreis nicht

Freitag, 08.01.2016 09:41 von

Minneapolis (GodmodeTrader.de) - „Nun, da die beiden Staaten ihre diplomatischen Beziehungen zueinander abgebrochen haben, ist es unwahrscheinlich, dass sie im Hinblick auf mögliche Produktionskürzungen seitens der Opec zusammenarbeiten werden“, sagt Nicolas Robin, Rohstoff-Portfoliomanager bei Columbia Threadneedle. Zudem schürten die jüngsten Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran Konflikte im Yemen, in Syrien, im Irak und in Libyen.

Der niedrige Ölpreis belastet Columbia Threadneedle zufolge sowohl unabhängige Ölunternehmen als auch produzierende Staaten. In den USA seien die nächsten Quartale für viele Wettbewerber im Schieferöl- und -gasbereich entscheidend. Gleichzeitig drohten in einigen der schwächsten ölproduzierenden Staaten soziale Unruhen, denn geringe Einnahmen aus dem Ölgeschäft veranlassten Regierungen zu Subventionskürzungen.

„Wir halten eine Kombination aus drei Faktoren für nötig, damit die Preise wieder auf über 60 Dollar steigen“, sagt Robin. „Finanzieller Druck müsste Unternehmen dazu zwingen, ihre Investitionen und damit die künftige Fördermenge zu senken. Hinzu kommen drohende soziale Instabilität in den produzierenden Staaten sowie eine höhere Nachfrage angesichts der niedrigen Preise.“