Aktien Wien Schluss: ATX dämmte satte Gewinne etwas ein

Donnerstag, 10.11.2016 18:21 von

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag fester geschlossen. Der ATX stieg 14,87 Punkte oder 0,60 Prozent auf 2.501,39 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund drei Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.498,00 Punkten.

Nachdem der Technologieindex Nasdaq in den USA deutlich in den roten Bereich drehte, dämmte der ATX seine anfangs satten Kursgewinne etwas ein. Konjunkturseitig standen am Nachmittag aktuelle US-Daten im Vordergrund: In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker gefallen als erwartet. Ökonomischen Daten aus Europa vom Vormittag wurde kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Während die Industrieproduktion in Frankreich im September einen überraschend starken Dämpfer einstecken musste, ist sie in Italien nicht so stark wie erwartet gesunken.

Europaweit legten die Finanzwerte deutlich zu. Auch die heimischen Versicherer zogen deutlich an. So stiegen UNIQA um 7,13 Prozent auf 6,34 Euro und Vienna Insurance Group um 4,81 Prozent auf 19,16 Euro. Beide Werte zogen an die Spitze des prime market. Bei den Bankaktien präsentierten sich Raiffeisen International Bank um 2,17 Prozent auf 15,53 Euro höher. Allerdings drehten die Titel der Erste Group mit minus 0,29 Prozent bei 27,49 Euro in die Verlustzone.

Gestützt von einem freundlichen europäischen Umfeld in der Öl- und Gasbranche präsentierten sich auch die österreichischen Ölwerte fester. Die Rohstoffexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) verwiesen darauf, dass "die energiepolitischen Vorhaben von Trump als stimulierend für die Ölnachfrage erachtet" werden. Trump habe im Wahlkampf mehrfach betont, die während der Obama-Zeit eingeführten Beschränkungen für die Nutzung fossiler Energieträger wieder aufheben zu wollen. Die Anteilsscheine von OMV stiegen um 3,16 Prozent auf 29,40 Euro. Schoeller-Bleckmann gewannen um 4,78 Prozent auf 68,87 Euro.

Daneben konnten die Papiere der Voestalpine ihre Vortagesgewinne weiter ausbauen, nachdem der Stahlkonzern schon am Mittwoch nach Zahlenvorlage mit satten Gewinnen aus dem Handel gegangen war. Die Papiere notierten mit plus 3,93 Prozent auf 35,41 Euro.

Hingegen schwächer zeigte sich der heimische Immobiliensektor. Die Aussicht auf steigende Leitzinsen in den USA und Spekulationen über eine schrittweise Verringerung des billionenschweren Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank hatten zuletzt die Laune der Investoren mit Blick auf Immobilienwerte in ganz Europa getrübt./mad/mik/APA/jsl