Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich

Dienstag, 15.11.2016 17:46 von

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen.

Der rohstofflastige Moskauer RTS-Interfax-Index gewann nach zwei sehr schwachen Handelstagen 2,10 Prozent auf 980,47 Punkte.

In Prag fiel der tschechische Leitindex PX dagegen um minimale 0,05 Prozent auf 904,68 Einheiten. Das Handelsvolumen lag bei 1,40 (Montag: 0,78) Milliarden tschechischen Kronen. Die vorgelegten Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Tschechien stützten nicht: Das Wachstum verlangsamte sich im dritten Quartal und lag im Jahresvergleich bei 1,9 Prozent. Damit war es so gering wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Unter den Einzelwerten waren die Aktien von O2 C.R. einer von nur zwei Gewinnern im PX. Sie gewannen bei hohem Volumen 5,50 Prozent und profitierten von der Mitteilung, weiter im tschechischen Länderindex des US-Finanzdienstleisters MSCI gelistet zu bleiben. Zuletzt hatte es immer wieder Befürchtungen gegeben, dass die Papiere des Telekomkonzerns entfernt werden könnten.

Nun teilte MSCI anlässlich der vierteljährlichen Überprüfung mit, dass keine Werte aus dem Index fallen werden. Die Titel der Moneta Money Bank werden zugleich neu aufgenommen. Sie profitierten jedoch nicht von der Nachricht und beendeten den Handelstag bei ebenfalls sehr hohem Volumen um 1,05 Prozent tiefer.

In Budapest kam der ungarische Leitindex Bux mit plus 0,03 Prozent auf 30 133,01 Zähler kaum vom Fleck. Das Handelsvolumen belief sich auf 8,2 (Vortag: 9,1) Milliarden Forint. Wenig Einfluss auf den Handel hatten neue Daten zum Wirtschaftswachstum: Die ungarische Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Gestützt wurde der ungarische Leitindex von klaren Kursgewinnen der MOL-Aktie. Dank deutlich steigender Ölpreise gewann sie 1,21 Prozent. Neue Hoffnungen auf eine konkrete Einigung über Produktionskürzungen bei der anstehenden OPEC-Sitzung Ende November hatten den Ölpreisen Auftrieb verliehen.

Unter den übrigen Index-Schwergewichten ging es etwa für die Anteilsscheine der OTP Bank um 0,75 Prozent abwärts. Magyar Telekom verloren 0,21 Prozent.

In Warschau rückte der WIG-30 um 0,12 Prozent auf 2031,46 Einheiten vor. Der breiter gefasste Wig-Index stieg ebenfalls moderat um 0,08 Prozent auf 47 579,82 Punkte. Die polnische Wirtschaft wuchs im dritten Quartal mit 2,5 Prozent schwächer als angenommen. Erwartet worden war ein Plus von 2,9 Prozent.

Unter den Einzelwerten nahmen Rohstoffwerte die Spitzenplätze ein. JSW etwa zählten mit plus 2,84 Prozent zu den größten Gewinnern. Grupa Lotos stiegen um 2,57 Prozent und PKN Orlen legten um 1,28 Prozent zu.

Bank Pekao stiegen um 0,62 Prozent. Die Gespräche der UniCredit mit den Versicherern PZU SA und Polski Fundusz Rozwoju SA (PFR) über den Teilverkauf des Finanzinstituts befinden sich in der Endphase. PZU und PFR sind an der Übernahme eines 33-prozentigen Anteils an der Bank Pekao interessiert. PZU-Titel verloren 1,38 Prozent./dkm/APA/ck/stb