Aktien Osteuropa Schluss: Schwache China-Daten sorgen für weitere Verluste

Donnerstag, 13.10.2016 18:54 von

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Die Börsen Osteuropas haben am Donnerstag weiter an Boden verloren. Wie auch an den meisten anderen Aktienmärkten belasteten schwache Exportdaten aus China die Stimmung. Sie gaben den Konjunkturpessimisten neue Nahrung.

An der Prager Börse verlor der tschechische Leitindex PX 0,46 Prozent auf 886,64 Punkte. Papiere von Stock Spirits sanken um 1,74 Prozent. Der Spirituosenhersteller hat drei Marken von Bohemia Sekt übernommen. Bohemia Sekt hat sich damit vollständig von seinem Spirituosengeschäft getrennt, das Unternehmen will sich nun auf Weine konzentrieren. CEZ-Aktien stiegen gegen den Trend um 1,69 Prozent auf 450,60 tschechische Kronen und erholten sich damit etwas von ihren deutlichen Vortagesverlusten. Die Analysten der J&T Banka haben zwar ihr Kursziel von 661 auf 534 tschechischen Kronen gesenkt, aber ihre Kaufempfehlung bestätigt.

An der Warschauer Börse fiel der Wig-30-Index um 1,61 Prozent auf 2006,37 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index verlor 1,30 Prozent auf 47 303,15 Punkte. Bankaktien gehörten wie auch im Rest Europas zu den größten Verlierern: Bank Pekao rutschten um 5,17 Prozent ab, PKO Bank Polski verloren 3,48 Prozent und ING Bank Slaski 3,34 Prozent. Auch die Energieversorger Energa mit minus 3,18 Prozent und PGE mit 1,38 Prozent schlossen schwach. Die Rohstoffaktie JSW und die Papiere des Ölkonzerns Lotos gewannen indes über 1 Prozent.

Der Budapester Leitindex Bux verlor 0,96 Prozent auf 28 123,21 Punkte. Die Index-Schwergewichte verloren deutlich, so etwa die Papiere der OTP Bank mit minus 1,78 Prozent, MTelekom mit 0,66 Prozent, MOL mit 0,51 Prozent und Richter Gedeon mit 0,47 Prozent. Klar im Plus notierten nur Nebenwerte wie der Tierfutterhersteller Visonka mit einem Aufschlag von 4,44 Prozent oder Update1 mit plus 2,04 Prozent.

In Russland verlor der Moskauer RTS-Interfax-Index am dritten schwachen Tag in Folge weitere 0,80 Prozent auf 987,99 Punkte. Am Montag hatte er mit 1018 Punkten noch den höchsten Stand seit Mai erreicht./dkm/APA/ag/jha/