Aktien Osteuropa Schluss: Gewinne in Warschau und Prag, Verluste in Budapest

Mittwoch, 05.10.2016 19:18 von

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - An den wichtigsten Aktienmärkten Osteuropas hat es am Mittwoch keine einheitliche Tendenz gegeben. Die Börsen in Warschau und Prag legten moderat zu. In Budapest und Moskau ging es nach unten.

Der Warschauer Wig-30-Index um 0,46 Prozent auf 2035,46 Punkte. Der breiter gefasste Wig legte um 0,24 Prozent auf 48 017,65 Punkte zu. Der Handelstag verlief weitgehend ruhig. Die Aktien der Alior Bank verloren 2,26 Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Werten im Wig-30. Die Papiere des Alior-Mutterkonzerns PZU hingegen legten an der Indexspitze um 3,87 Prozent zu. Die Frist zur Abgabe eines verbindlichen Angebots für die Polbank, einer Tochter der Raiffeisen Bank International (RBI), wurde von der Finanzmarktaufsicht um zwei Monate verlängert. Die Alior Bank hatte im vergangenen Monat mitgeteilt, mit der RBI exklusiv über den Kauf zu verhandeln.

Ölwerte wie Grupa Lotos und PKN Orlen wurden von den steigenden Ölpreisen beflügelt und gewannen 1,88 beziehungsweise 1,52 Prozent.

In Prag rückte der tschechische Leitindex PX um 0,68 Prozent auf 881,09 Punkte vor und verzeichnete damit den dritten Tag in Folge Kursgewinne. Wie schon am Vortag gehörten Finanzwerte zu den größten Gewinnern. So legten Erste Group an der PX-Spitze um 1,89 Prozent zu, Vienna Insurance gewannen 1,88 Prozent, und die Aktien der Moneta Money Bank verteuerten sich um 1,22 Prozent. Größter Verlierer im PX war die Telekomaktie O2 C.R. mit einem Abschlag von 1,50 Prozent.

Nach drei Handelstagen in Folge mit deutlichen Aufschlägen ging hingegen dem ungarischen Leitindex Bux die Luft aus. Auch positive Daten aus dem ungarischen Einzelhandel konnten nicht stützen. Der Bux sank in Budapest um 0,29 Prozent auf 28 487,05 Punkte. Kursrelevante Unternehmensnachrichten gab es nicht. Die Titel des Pharmakonzerns Gedeon Richter waren mit einem Abschlag von 0,93 Prozent unter den größten Verlierern.

In Russland sank der Moskauer RTS-Interfax-Index wieder unter die 1000-Punkte-Marke. Er schloss 0,37 Prozent tiefer bei 997,11 Punkten./dkm/APA/ajx/stw