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Aktien Osteuropa Schluss: Deutliche Verluste im schwachen europäischen Umfeld

Montag, 12.09.2016 19:18 von

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte sind am Montag den schwachen europäischen Leitbörsen gefolgt. Damit knüpften sie an ihre negative Entwicklung vor dem Wochenende an. Als Kursbelastung sahen Marktbeobachter die zunehmende Angst vor bald steigenden US-Zinsen, welche die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren schmälern würden.

In Moskau verlor der rohstofflastige RTS-Interfax-Index angesichts sinkender Metallpreise 0,41 Prozent auf 983,78 Punkte.

An der Warschauer Börse sackte der Wig-30-Index um 1,43 Prozent auf 1990,26 Punkte ab. Der breiter gefasste Wig-Index verlor 1,32 Prozent auf 46 702,98 Punkte. Dass die Ratingagentur Moody's vergangene Woche ihre Kreditbewertung für Polen bei A2 belassen hatte, brachte kaum Unterstützung. Allerdings legte die polnische Währung Zloty zum Wochenstart etwas gegenüber dem Euro zu.

Außerdem bringt die Europäische Union (EU) ihre sogenannte Energieunion voran. Die EU-Kommission gibt 9,2 Millionen Euro für den Bau zweier Gasleitungen zwischen Deutschland und Polen. Des Weiteren soll der Ausbau eines Gasspeichers im polnischen Lasow mit EU-Geldern finanziert werden. Damit wachse die Leitungskapazität für die Ausfuhr von Gas aus Deutschland nach Polen.

Dennoch fanden sich Öl- und Versorgerwerte im Zuge zeitweise deutlich sinkender Ölpreise auf der Verliererseite. Tauron fielen um 2,30 Prozent, Energa um 1,50 Prozent und Grupa Lotos um 2,08 Prozent.

Besonders hart erwischte es auch einige Bankwerte: MBank rutschten um 4,71 Prozent ab, Alior Bank verloren 0,79 Prozent und PKO Bank 1,65 Prozent.

In Prag büßte der tschechische Leitindex PX 1,11 Prozent auf 870,08 Punkte ein. Das Handelsvolumen lag wie schon am Freitag bei 0,45 Milliarden tschechischen Kronen. Zahlen zu den Verbraucherpreisen fielen niedriger als von Analysten erwartet aus.

Nur wenige Werte stemmten sich gegen den Negativtrend. Dazu gehörten die Aktien von Unipetrol mit plus 1,40 Prozent. Kursabschläge erlitten hingegen die Banktitel. So verloren Komercni Banka 1,28 Prozent, Moneta Money Bank sanken um 0,19 Prozent. Erste Group notierten mit 1,64 Prozent im Minus.

Am Budapester Aktienmarkt fiel der ungarische Leitindex Bux um 0,98 Prozent auf 28 167,57 Punkte. Das Handelsvolumen belief sich auf 7,6 (Freitag: 7,3) Milliarden Forint.

Die Aktien des Erdölkonzerns MOL verloren trotz der Aufnahme in den Nachhaltigkeitsindex des Dow Jones 1,33 Prozent. Der sogenannte "Dow Jones Sustainability Index" listet Anteilsscheine, welche neben ökonomischen auch ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen.

OTP Bank sanken um 0,92 Prozent und Richter Gedeon verloren 0,88 Prozent. Nur wenige Werte schafften es in die Gewinnzone. Dazu gehörten die Papiere des Businesspark-Betreibers Graphisoft Park mit plus 1,01 Prozent und des Versorgers ELMU, die um 0,92 Prozent zulegten./mad/APA/gl/fbr