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Aktien New York Ausblick: Wenig Bewegung erwartet - Wohl baldige Zinserhöhung

Donnerstag, 17.11.2016 15:06 von

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit der Anhörung der US-Notenbankchefin vor dem US-Kongress dürfte die Wall Street am Mittwoch zunächst auf der Stelle treten. Eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart taxierte das Handelshaus IG Markets den Dow Jones Industrial 0,05 Prozent tiefer bei 18 858 Punkten. Damit würde der US-Leitindex an seine Vortagsschwäche anknüpfen. Zuvor hatte er - vor allem nach Donald Trumps Überraschungssieg bei der Präsidentschaftswahl - eine Rally hingelegt und neue Rekordstände markiert.

Kurz nach dem heutigen Handelsbeginn wird sich Janet Yellen vor einem Kongressausschuss erstmals seit den US-Wahlen öffentlich äußern. Anleger erhoffen sich von der Präsidentin der amerikanischen Notenbank Fed konkrete Hinweise auf die mittlerweile fest erwartete Zinsanhebung im Dezember. Laut Redetext scheint ein relativ baldiger zweiter Zinsschritt nach der Finanzkrise näher zu rücken.

Bereits vor dem Startschuss an der Börse wurde ein Schwung aktueller Konjunkturdaten veröffentlicht, die weitere Rückschlüsse auf die weitere Marschrichtung der Währungshüter geben könnten. Sie sollten Yellen keine Argumente gegen eine baldige Straffung der Geldpolitik liefern, urteilte Helaba-Volkswirt Ulrich Wortberg.

Trumps Erfolg könnte zu einer steigenden Inflation, zum Abbau von Regulierungsbestimmungen in der Finanzbranche und höheren Staatsausgaben führen, sagte ein Marktstratege. Allerdings seien auch erneute Attacken des designierten US-Präsidenten auf die Unabhängigkeit der Fed denkbar.

Die jüngsten Unternehmensnachrichten fielen überwiegend ernüchternd aus. Ein deutlicher Gewinnrückgang im dritten Quartal ließ die Aktien des weltgrößten Einzelhändlers Walmart vorbörslich um zwei Prozent absacken. Der Umsatz legte zwar moderat zu, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück.

Beim Bürobedarf-Einzelhändler Staples (Staples Aktie) sorgte eine ebenfalls enttäuschende Umsatzentwicklung für einen Kursrutsch von dreieinhalb Prozent. Dass der Konzern die Gewinnerwartungen erfüllte, war den Anlegern zu wenig.

Noch härter traf es die Aktien von Cisco, die vorbörslich fast fünf Prozent an Wert einbüßten. Der US-Netzwerkriese musste im vergangenen Quartal Abstriche bei Gewinn und Umsatz machen und enttäuschte die Anleger mit seinem Geschäftsausblick.

Überzeugende Zahlen präsentierte dagegen der Unterhaltungselektronik-Händler Best Buy (Best Buy Aktie). Die stärker als erwartete Ergebnisentwicklung bescherte den Papieren des Unternehmens ein Plus von siebeneinhalb Prozent./gl/jha/