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AKTIEN IM FOKUS: Bankentitel bleiben auf der Verliererstraße

Mittwoch, 23.03.2016 16:06 von

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Bankentitel sind am Mittwoch im Rückwärtsgang geblieben. "Die Banken- und Finanzwerte leiden immer wieder unter den Spekulationen um möglicherweise notwendige Kapitalerhöhungen", sagte Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Sobald die Unsicherheit an den Börsen insgesamt wieder etwas zunehme, rücke die Branche mit diesem Thema in den Fokus.

Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) rutschten mit minus 1,68 Prozent an das Ende des etwas höher stehenden Dax, Commerzbank-Aktien verloren 1,39 Prozent. Im MDax zählten Aareal Bank (Aareal Bank Aktie) und Deutsche Pfandbriefbank zu den größten Verlierern. Der Branchenindex Stoxx 600 Banks stellte mit minus 1,35 Prozent zudem den zweitschwächsten Sektor in Europa.

"Anleger haben das Investmentbanking als Problemfeld ausgemacht und hier die Deutsche Bank als Schwächste der Schwachen identifiziert", sagte ein Börsianer mit Blick auf den wieder schwachen Kursverlauf. Mitte März hatte das Papier seinen Erholungsversuch abgebrochen. Dem Börsianer zufolge hat sich der Druck wieder aufgebaut, nachdem der Chef des Finanzkonzerns, John Cryan, bei einer Investorenkonferenz ein Fragezeichen hinter die Profitabilität im laufenden Jahr gesetzt hatte.

Die Lage in der Branche bleibt angespannt: Die schweizerische Großbank Credit Suisse rechnet im ersten Quartal mit einem Verlust. Nach dem enttäuschenden vierten Quartal 2015 könnte die Bank auch im ersten Quartal rote Zahlen schreiben, wie Bankchef Tidjane Thiam am Mittwochmorgen sagte. Die Schweizer dampfen zudem ihr Investmentbank noch stärker ein. Die Credit-Suisse-Aktie profitierte von den Neuigkeiten.

Außerdem leidet die Deutsche Bank Börsianern zufolge unter der anhaltenden Unsicherheit um die Noch-Tochter Postbank. Die historisch niedrigen Zinsen machen dem Institut zunehmend zu schaffen. Trotz einer Ausweitung des Kreditgeschäfts war der Zinsüberschuss im vergangenen Jahr entgegen den ursprünglichen Erwartungen um gut drei Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gesunken./fat/la/he