Aktien Frankfurt Ausblick: Dax könnte zaghafte Erholung starten

Dienstag, 06.09.2016 08:20 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ohne frische Impulse von der Wall Street, aber mit freundlichen Vorgaben der asiatischen Börsen könnte der deutsche Aktienmarkt am Dienstag minimal im Plus eröffnen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Morgen ein Plus von 0,21 Prozent auf 10 695 Punkte, nachdem er am Montag 0,11 Prozent tiefer geschlossen hatte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 deutete sich am Dienstag ein um 0,3 Prozent festerer Auftakt an.

Während die US-Börsen am Montag wegen eines Feiertags geschlossen waren, sollte der Dax am Morgen leichte Unterstützung aus Asien erhalten, auch wenn der Handel dort ebenfalls in ruhigen Bahnen verläuft. Der Tokioter Nikkei-225-Index kann die tags zuvor zurückeroberte Marke von 17 000 Punkten jedoch halten.

Aus konjunktureller Sicht stehen am Dienstag keine Hochkaräter zur Veröffentlichung an. Soeben teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die deutsche Industrie im Juli weniger Aufträge erhalten hatte als erwartet. Demnach gingen 0,2 Prozent mehr Bestellungen ein als im Juni, Analysten hatten im Mittel jedoch einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet.

BAYER-MONSANTO-POKER GEHT IN NEUE RUNDE

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien von Bayer (Bayer Aktie) im Blickpunkt stehen. Im Poker um die Übernahme des umstrittenen US-Gentechnikkonzerns Monsanto (Monsanto Aktie) haben die Leverkusener ihr Übernahmeangebot noch einmal aufgestockt. Statt 125 US-Dollar will der Dax-Konzern nun 127,50 US-Dollar je Anteilsschein zahlen. Nach der letzten Aufbesserung des Angebots Mitte Juli stand der Übernahmepreis bei 64 Milliarden US-Dollar (rund 57 Mrd Euro). Die beiden bisherigen Offerten stufte das Management von Monsanto jedoch als zu niedrig ein. Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz verloren die Bayer-Papiere zuletzt 0,62 Prozent.

Der Medizinkonzern Fresenius (Fresenius Aktie) steht vor dem größten Zukauf seiner Unternehmensgeschichte: Für 5,76 Milliarden Euro will das Unternehmen aus Bad Homburg den spanischen Krankenhausbetreiber Quirónsalud mit 43 Kliniken und 35 000 Mitarbeitern übernehmen. Quirónsalud ist den Angaben zufolge die größte private Klinikkette in Europa außerhalb Deutschlands. Fresenius-Titel gehörten bei der Handelsplattform Tradegate vorbörslich mit plus 1,71 Prozent zu den attraktivsten Dax-Werten./edh/fbr