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Aktien Europa: Verluste angesichts schwacher Konzernzahlen und mauer Ölpreise

Mittwoch, 26.10.2016 10:58 von

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Einige enttäuschende Unternehmensnachrichten haben den EuroStoxx 50 am Mittwoch etwas weiter ins Minus gedrückt. Als Belastung hinzu kamen die fallenden Ölpreise, die auf eine Abschwächung der Konjunktur hindeuten könnten.

Der EuroStoxx fiel um 0,66 Prozent auf 3067,00 Punkte, nachdem der Leitindex bereits am Dienstag unter leichten Gewinnmitnahmen gelitten hatte. Der französische CAC-40-Index büßte 0,81 Prozent auf 4503,90 Punkte ein. Für den britischen FTSE-100-Index ging es um 0,95 Prozent auf 6951,22 Punkte nach unten.

Unter den größten Verlierern im EuroStoxx fielen die Aktien von Unibail-Rodamco (Unibail-Rodamco Aktie) um 2,59 Prozent. Der auf Einkaufszentren spezialisierte französische Immobilienkonzern habe bei den Umsätzen der Mieter in den Shoppingcentern enttäuscht, sagte ein Analyst.

Für die Anteilscheine von Vinci (Vinci Aktie) ging es um gut 2 Prozent nach unten. Der französische Bau- und Dienstleistungskonzern hatte in den ersten neun Monaten mit Zuwächsen im Flughafen- und Autobahngeschäft die Auswirkungen des schwächelnden Heimatmarktes nur zum Teil aufgefangen.

Die Aktionäre des Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus setzten derweil auf wieder bessere Zeiten. Sie schüttelten die anfängliche Enttäuschung über einen Gewinneinbruch im Sommer ab. Der Kurs stieg in Paris um mehr als 1 Prozent.

Bei den Banken sahen die Anleger Licht und Schatten: So gewannen die Papiere von Santander rund 1 Prozent. Die spanische Großbank stemmt sich weiter gegen die europäische Bankenkrise und überraschte die Analysten mit einem Gewinnanstieg.

Die Anteilscheine von Lloyds (Lloyds Aktie) aber verloren 3 Prozent. Der Skandal um falsch beratene Kunden wirft die britische Großbank auf ihrem Erholungskurs erneut zurück.

Die Papiere von Cyprotex schnellten in London um rund 5,5 Prozent auf 156,16 Pence in die Höhe. Das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec (Evotec Aktie) will das britische Forschungsunternehmen übernehmen. Das Gebot liegt bei 160 Pence je Cyprotex-Aktie.

In Paris bejubelten die Anleger die Quartalszahlen von Kering und schickten den Kurs um knapp 8 Prozent in die Höhe. Bei 204,10 Euro hatten die Papiere zwischenzeitlich den höchsten Stand seit 2001 erreicht. Der französische Luxus- und Lifestylekonzern beschleunigte im dritten Quartal sein Wachstum dank der Zuwächse bei Luxusmarken wie Gucci und dem Sportunternehmen Puma.

In Stockholm schließlich gewannen die Aktien von Ericsson rund 3 Prozent. Der Netzwerkausrüster fand mit Börje Ekholm einen neuen Chef. Ende Juli hatte der Konzern seinen Vorgänger Hans Vestberg gefeuert. Nach einem heftigen Umsatzeinbruch war das Unternehmen in den Monaten Juli bis September in die roten Zahlen gerutscht./la/das