Top-Thema

22:38 Uhr +0,15%
Aktien New York Schluss: Freundlich - Endspurt in den letzten Handelsminuten

AKTIE IM FOKUS: Aktionäre von K+S hoffen weiter auf bessere Zeiten

Donnerstag, 10.11.2016 11:55 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktionäre des Dünger- und Salzkonzerns K+S setzen weiter auf eine Geschäftserholung: Die Papiere zählten am Donnerstag nach der Vorlage von Zahlen für das dritte Quartal mit plus 3,28 Prozent auf 19,705 Euro zu den Favoriten im Index der mittelgroßen Werte MDax, der zeitgleich um etwas mehr als ein halbes Prozent stieg.

Die Papiere setzten damit ihre jüngste Erholung fort und überwanden die viel beachtete 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt. Sie verläuft derzeit bei 19,47 Euro.

Im September waren die Anteilsscheine bei 15,805 Euro noch auf den tiefsten Stand seit Mitte 2013 gefallen. Grund der Kursverluste waren der Preisdruck im Kaligeschäft sowie Produktionsausfälle wegen Entsorgungsschwierigkeiten für Abwässer, die dem Unternehmen bereits eine Weile zu schaffen machen. So darf K+S nur geringere Mengen entsorgen als geplant.

Auch im dritten Quartal hinterließen der Preisdruck und die Produktionsprobleme ihre Spuren. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um 23 Prozent. Vor Zinsen, Steuern und vor Bewertungsveränderungen von Derivaten (Ebit I) stand ein Verlust von 31,4 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr wurde der Konzern nun nochmals vorsichtiger: Das Ebit I dürfte auf 200 bis 260 Millionen Euro absacken. Bisher wurden 200 bis 300 Millionen Euro angepeilt.

Die schwachen Resultate lägen allerdings im Rahmen der Erwartungen, schrieb Analyst Nils-Peter Gehrmann vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser in einer Studie. Zudem bewege sich der vorsichtigere Jahresausblick immer noch auf dem Niveau der Marktschätzung von 242 Millionen Euro.

K+S kämpfe zwar mit Problemen bei der Abwasserentsorgung, doch laufe der Überprüfungsprozess für die Genehmigung weiter und das Unternehmen treffe Gegenmaßnahmen. Zudem hellt sich laut Gehrmann das Bild für die Kalidüngerbranche auf. Weltweit niedrige Lagerbestände in Kombination einer Stabilisierung der Preise bedeuteten eine gute Grundlage für 2017./mis/tih/ag