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Aktie der Deutschen Bank erholt sich weiter

Dienstag, 04.10.2016 16:40 von

Noch immer steht der Wert der Aktie der Deutschen Bank unter den Zahlen während der schlimmsten Zeit der Finanzkrise. Nachdem nun allerdings eine Einigung mit der US-Justiz in Aussicht steht, atmen die Anleger auf.

Bei den leidgeprüften Anlegern der Deutschen Bank regiert das Prinzip Hoffnung: Nach dem dramatischen Ausverkauf in der vergangenen Woche notierte die Aktie am Dienstag mehr als zwei Prozent fester bei 11,85 Euro und war damit einer der größten Gewinner im Dax. Im potentiell sehr teuren Streit mit den US-Behörden um faule Hypothekenpapiere gibt es Finanzkreisen zufolge zwar weiter keinen Durchbruch. Demnach tüfteln Anwälte auf beiden Seiten noch immer an einem Vergleich. Bankchef John Cryan ist in dieser Woche aber in den USA, um dort unter anderem an der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) teilzunehmen. Branchenkenner erwarten, dass Cryan am Rande des hochrangig besetzten Treffens auch Gespräche über den Hypothekenstreit führen wird. Die Bank selbst äußert sich dazu nicht.

Erklärtes Ziel der Frankfurter ist es, die 14-Milliarden-Dollar-Strafe, die das US-Justizministerium als Startschuss für den Hypotheken-Verhandlungspoker aufgerufen hat, noch deutlich zu drücken. Andere Großbanken haben das in der Vergangenheit geschafft. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: In keinem vergleichbaren Fall war in einem so frühen Verhandlungsstadium eine Summe durchgesickert. Deutschlands größtes Geldhaus will nun eine möglichst schnelle Entscheidung. Denn in gut vier Wochen, am 8. November, wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Zu groß ist die Unsicherheit, mit welcher Agenda eine neue Regierung starten würde. Die Aktionäre wollen lieber heute als morgen Gewissheit.

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