Air Berlin: Wer’s glaubt, wird selig

Montag, 19.09.2016 11:24

Kommentar von Mark de Groot

Lieber Leser,

seit dem Wochenende müssen viele Kunden von Air Berlin ihre Getränke und Snacks extra bezahlen. Die Regelung ist für alle europäischen Fluglinien gültig. Die Airline erhofft sich dadurch spürbare Mehreinnahmen. Mit Erdnüssen und Apfelschorle also zum Turnaround? Wer’s glaubt, wird selig.

Änderungen in der Economy Class

Von dieser Veränderung ist die Economy Class betroffen. Gleichzeitig gibt es wohl auch mehr Auswahl an Speisen. Diese Serviceverbesserung soll wiederum die Etablierung einer Business Class auf den Europaflügen ermöglichen. Die erste Sitzreihe ist dann für die Business-Class-Kunden reserviert, die sich auf einen freien Mittelsitz, höheres Freigepäck, früheres Einchecken und kostenlosen Speis und Trank freuen dürfen – natürlich für einen üppigen Ticketaufpreis.

Eine völlig neue Fluggesellschaft?

Vorstandsvorsitzender Stefan Pichler spricht bereits von einem „tief greifenden Wandlungsprozess“, den Air Berlin derzeit durchlaufe und an dessen Ende eine völlig neue Fluggesellschaft stehen soll. Wir werden sehen. Denn zunächst müssen die Kunden diesen Wandel mitmachen. Ob sie das Angebot wirklich in großer Zahl nutzen werden, ist meiner Meinung nach fraglich.

Das ist doch hanebüchen

Selbst wenn: Wie viele Millionen bringen die mehr verkauften Erdnüsse der Air Berlin denn am Ende ein? Etwa 447 Mio. Euro? So groß war nämlich der Nettoverlust der Airline im vergangenen Geschäftsjahr. Ich bitte Sie: Das ist doch hanebüchen.

Nennenswerte Ersparnisse sind in diesem Jahr allenfalls durch die gesunkenen Kerosinpreise zu erwarten. Doch die Anleger wissen natürlich auch, dass die Ölpreise über kurz oder lang wieder zulegen werden. Wenn dann die Erdnüsschen das einzige Geschäftsmodell von Air Berlin sind, mit dem man neue Einnahmen generieren will, wird dies wohl kaum einen Aktionär aus der Reserve locken.

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