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AfD-Wahlkämpfer im rechten Zwielicht

Donnerstag, 01.09.2016 14:40 von

Die Nordost-AfD drängt in den Schweriner Landtag. Mit Kandidaten aus dem „wirklichen Leben“, betont Spitzenkandidat Holm. Tatsächlich tummeln sich bei ihr etliche Problem-Mitglieder. Das alarmiert die Konkurrenz.

Wenn man Leif-Erik Holm auf sein Team für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern anspricht, dann kommt der AfD-Spitzenkandidat ins Schwärmen. Auf die Frage, ob denn wirklich alle Kandidaten seiner Partei für ein Mandat geeignet seien, antwortet er im Handelsblatt-Interview ohne großes Zögern: „Ja, mit Sicherheit. Unser Vorteil ist, dass wir Menschen in die Parlamente bringen, die aus dem wirklichen Leben kommen.“ Die Kandidaten kämen aus allen gesellschaftlichen Schichten. „Diese Mischung kann dem Politikbetrieb nur gut tun“, ist Holm überzeugt.

Bei genauerem Hinsehen gewinnt man jedoch einen anderen Eindruck. Denn nicht wenige AfD-Kandidaten haben kein Problem damit, mit der NPD gemeinsame Sache zu machen. Neuerdings haben sie dafür sogar den Segen der Bundespartei, nachdem Co-Parteichef Jörg Meuthen eine strikte Abgrenzung seiner Partei von der rechtsextremen NPD in Mecklenburg-Vorpommerns Landtag für nicht erforderlich erklärt hat.Nach heftiger Kritik, versuchte Meuthen seine Position zu relativieren. Allerdings vergeblich. Im Interview mit dem Deutschlandfunk sagte er mit Blick auf die NPD: „Das ist keine vernünftige Partei, das sind Extremisten und da wird nichts Vernünftiges kommen. Aber wenn etwas - das war mein Punkt, und an dem halte ich fest -, wenn etwas Vernünftiges kommt, dann kann man es nicht nur deswegen ablehnen, weil es von diesen Leuten kommt.“Die Sympathie für rechte Gruppierungen geht inzwischen allerdings sogar über die rechtsextreme NPD hinaus. So fühlt sich mancher AfD-Politiker auch der vom Bundesverfassungsschutz unter Beobachtung gestellten rechten „Identitären Bewegung“ und „Öko-Nazis“ – sogenannten völkischen Siedlern - zugeneigt.

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