Adidas-Chef Rorsted nimmt Reebok ins Visier

Donnerstag, 03.11.2016 12:20 von

Kasper Rorsted will die Marken Reebok und Adidas (adidas Aktie) in den USA trennschärfer führen. Außerdem sollen 150 Mitarbeiter gehen. Was die Entscheidung des neuen Vorstandschefs bedeutet.

Nur die rekordverdächtigen Quartalszahlen vorzutragen, die maßgeblich noch auf das Konto seines Vorgänger Herbert Hainer gehen, das war Kasper Rorsted eindeutig zu wenig. Also kündigte er bei seiner ersten Pressekonferenz als Vorstandschef von Adidas gleich etwas an: Er nimmt sich die Tochtermarke Reebok zur Brust.Die soll in den USA einen Neustart hinlegen. Dazu löst der Konzern eines seiner beiden Hauptquartiere in den Vereinigten Staaten auf. Arbeiteten Reebok-Mitarbeiter und Adidas-Leute in den USA bislang unter einem Dach in Canton im Bundesstaat Massachusetts, trennt Rorsted Reebok nun vom Rest des Konzerns. Mitarbeiter, die bislang für beide Konzern-Marken – Adidas und Reebok ­ tätig waren, ziehen entweder um ins andere Quartier nach Portland oder auch nach Europa. Oder sie verlieren ihren Job. Von derzeit 950 Mitarbeitern werden 150 gehen müssen.Stattdessen sucht der Konzern für seine 650 Reebok-Leute ein neues schickes Gebäude in Boston. Ziel der Operation ist es laut Rorsted, dass sich die Zweitmarke noch besser als bisher auf den US-Markt fokussiert. Damit macht er vor allem eins: Er korrigiert die Entscheidung, auf diesem wichtigen Markt große Teile der Organisation beider Marken zusammen zu legen. Eine Entscheidung, die innerhalb des Konzerns ohnehin schon länger für Diskussionen gesorgt hatte.

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