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ADAC zu CO2-Abweichungen: Neue Abgastests 'strikt auslegen'

Donnerstag, 17.11.2016 13:55 von

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Der ADAC pocht auf deutlich schärfere und konsequentere Vorschriften für neue Abgastests, damit sich die Kluft zwischen Verbrauchswerten im Prospekt und auf der Straße schließt.

"Die Politik ist gefordert, die Standards der neuen Messverfahren ab 2017 so strikt auszulegen, dass derartige "Optimierungen" nicht mehr möglich sind", erklärte der Autofahrerclub am Donnerstag mit Blick auf die jüngsten Daten der Umweltorganisation ICCT. Aus diesen gehen massive Abweichungen von Real- und offiziellem Spritverbrauch und damit auch beim CO2-Ausstoß hervor. Laut ICCT ist eine Ursache, dass Autobauer ihre zum Test geschickten Modelle mit Tricks wie speziellen Reifen dort besser dastehen lassen als im regulären Alltagsbetrieb.

Vom kommenden Jahr an sollen unter anderem Straßenmessungen zum Abgasausstoß sowie überarbeitete Kriterien bei Prüfstandstests eingeführt werden. Aus Sicht des ICCT bergen aber auch neue Verfahren wie die internationale WLTP-Prozedur die Gefahr möglicher Schlupflöcher. Den eigenen "Ecotest" habe man bereits in Richtung realitätsnäherer Bedingungen verschärft, betonte der ADAC./jap/DP/jha