Acht Fußball-Bundesligisten prüfen Einstieg in den elektronischen Sport

Freitag, 23.09.2016 06:20 von

Bayern München, Borussia Mönchengladbach und andere Vereine könnten bald professionelle Computerspieler anheuern. Andere Top-Clubs beschäftigen bereits Videospielprofis.

Wolfsburg und Schalke haben es vorgemacht: Die beiden Clubs beschäftigen seit einiger Zeit Computerspieleprofis, die im Vereinstrikot für die Clubs bei Turnieren antreten. Nun könnten weitere Vereine folgen. Bayern München, Borussia Mönchengladbach und sechs weitere Fußball-Bundesligisten prüfen den Einstieg in das Geschäft mit E-Sports, berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe.„Wir sind dabei, auf höchster Ebene darüber zu entscheiden“, sagt Andreas Cüppers, Leiter Digitale Entwicklung bei Borussia Mönchengladbach. Auch Bayern München äußerte sich dem Blatt gegenüber positiv: „Wir analysieren derzeit den Bereich E-Sport sehr genau“, sagte Bayerns Digitalchef Stefan Mennerich, der das Projekt verantwortet. Eine Entscheidung solle noch in diesem Jahr erfolgen. Zu den weiteren Clubs, die derzeit einen Einstieg analysieren, gehören der HSV, Werder Bremen, Ingolstadt, Bayer (Bayer Aktie) Leverkusen, der 1. FC Köln und Hertha BSC, ergab eine Umfrage der WirtschaftsWoche unter allen Bundesligisten. Die Vereine reagieren damit auf einen Trend: Europäische Spitzenclubs wie Manchester City, PSV Eindhoven, Sporting Lissabon und FC Valencia sind kürzlich erst mit Stadion-Sport mit professionellen Computerspielern gestartet. Schalke 04 und der VfL Wolfsburg wollen ihre Aktivitäten weiter ausbauen. „Es ist gut möglich, dass wir in diesem Jahr  weitere Spieler für unser Team unter Vertrag nehmen“, sagt Thomas Röttgermann, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg.Im Gegensatz zu Wolfsburg, dessen Videospielprofis nur in der Fußballsimulation FIFA antreten, hat Schalke auch ein Team in dem Fantasyspiel League of Legends. Das ist in der ersten Saison der Videospiel-Champions-League zwar abgestiegen, trotzdem will auch Schalke sein Engagement ausbauen. „Wir werden mit Sicherheit weitere Titel hinzunehmen“, sagt Tim Reichert, der die E-Sport-Abteilung in Gelsenkirchen leitet.

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