Achleitner steht noch vor ungewisser Zukunft

Freitag, 18.11.2016 16:40 von

Steht Paul Achleitner auch nach Mai 2017 an der Spitze des Aufsichtsrats bei der Deutschen Bank? Den 60-Jährige gilt als Vollprofi, doch auch ihn plagen Fehler aus der Vergangenheit. Einzig: Es gibt kaum Alternativen.

Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner muss für eine zweite Amtszeit noch einige Klinken putzen. Mehrere Großaktionäre des Geldhauses sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, noch sei keine Entscheidung darüber gefallen, ob man Achleitner über das kommende Jahr hinaus unterstütze. „Wir werden jetzt nicht einfach einen Persilschein ausstellen, wo noch so viele Themen ungelöst sind“, hieß es bei einem der Anteilseigner.

Zunächst müsse es Klarheit darüber geben, wie teuer der Hypothekenvergleich mit dem US-Justizministerium werde, ob die Bank abermals frisches Kapital brauche und an welchen Punkten die Strategie nachgeschärft werde. Ein anderer Großaktionär betonte: „Bisher hat der Kurs, den Achleitner mitträgt, keine Früchte getragen.“

Die erste Amtszeit von Achleitner läuft im Mai 2017 aus. Das „Manager Magazin“ berichtet in seiner jüngsten Ausgabe, der 60-jährige Österreicher könne mit einer Verlängerung rechnen. Denn insbesondere die beiden größten Anteilseigner, die Scheichs in Katar und der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock, scheuten den Wechsel an der Aufsichtsratsspitze. Die Lage des Konzerns sei zu prekär und der vor einem Jahr neu zusammengesetzte Vorstand insgesamt zu unerfahren. Von Katar war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten, Blackrock wollte sich nicht äußern.

Die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) lehnte einen Kommentar ebenfalls ab. Zur Zukunft Achleitners hält sich Deutschlands größtes Geldhaus nach außen seit langem bedeckt. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, Achleitner habe sehr wohl vor, weiterzumachen. Denn er sehe seinen Job noch nicht als vollendet an.

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