ABB lässt aufmüpfige Investoren abblitzen

Dienstag, 04.10.2016 17:40 von

ABB-Chef Ulrich Spiesshofer will die Stromnetzsparte behalten und widersetzt sich damit den Zerschlagungswünschen von Aktionären. Stattdessen will er die Kosten senken und neue Kooperationen vorantreiben.

Wer soll in einem börsennotierten Konzern das Sagen haben: das Management oder die Investoren? Der Vorstandschef des Schweizer Elektrokonzerns ABB, Ulrich Spiesshofer, hat diese Frage am Dienstag eindeutig beantwortet – und die Forderung nach einer Zerschlagung, die einige einflussreiche Investoren erhoben hatten, brüsk zurückgewiesen.

Vor allem die schwedische Investmentgesellschaft Cevian hatte gefordert, dass sich der Konkurrent des Siemens-Konzerns von seiner Stromnetzsparte trennt. Dazu wird es aber nicht kommen, wie Spiesshofer nun bekanntgab. Stattdessen kündigte der deutsche Chef des Schweizer Unternehmens eine Reihe Kooperationen an, um das Geschäft mit Kraftwerken, Stromleitungen und Industrielösungen zu beleben.

Am interessantesten ist dabei eine Kooperation mit Microsoft (Microsoft Aktie), um im Bereich Industrie 4.0 voranzukommen. Die beiden neuen Partner wollen „die digitale Transformation in Kundensegmenten wie beispielsweise Robotik, Schifffahrt und Häfen, Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien vorantreiben“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Dienstag. Microsoft-Chef Satya Nadella kündigte an, Industriekunden eine Cloud anbieten zu wollen. Die Vernetzung der Großindustrie rückt damit einen Schritt näher.

Um die Investoren zu besänftigen, gab ABB-Chef Spiesshofer außerdem bekannt, die Kosten zu senken. In der Verwaltung sollen 1,3 Milliarden US-Dollar eingespart werden. So soll die Gewinnspanne auch langfristig bei elf bis 16 Prozent bleiben. Des Weiteren plant ABB bis 2019 Aktien im Wert von bis zu drei Milliarden US-Dollar zurückzukaufen, um den Kurs anzukurbeln.

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