Zuckerberg kann nicht zaubern

07:40 27.07.12

Die Aktie von Facebook stürzt und stürzt. Der Groll auf den einstigen Hoffnungsträger wächst. Das macht den Job von Gründer Zuckerberg noch schwerer. Zumal in drei Wochen die nächste Bewährungsprobe bevorsteht.

Amerikaner lieben es, ihre Helden zu demontieren. Derzeit ist Mark Zuckerberg dran. Im Silicon Valley wächst der Groll auf den Gründer des sozialen Netzwerks und vor allem auf seine Wagnisfinanzierer und Berater. Eigentlich sollte der Börsengang des sozialen Netzwerks als leuchtendes Vorbild für eine neue Generation von Internet-Startups dienen, die nicht nur Visionen verkünden, sondern harte Dollar verdienen. Und die vor allem den Kleinanlegern, die sich schon mal im Dot.com-Boom kräftig die Finger verbrannt hatten, wieder Lust aufs Investieren in Internet-Unternehmen machen. Nun ist das Gegenteil eingetreten. Seit dem Börsengang im Mai hat die Facebook-Aktie fast 50 Prozent an Wert eingebüßt. Wer zum Spitzenkurs von 45 Dollar 100.000 Dollar in Facebook investierte, hat seitdem also fast 50.000 Dollar verloren. Das schmerzt.

Rote Zahlen durch (höhere Ausgaben

Am Donnerstag hatten viele im Silicon Valley gehofft, dass das Wunderkind Zuckerberg ungewöhnlich gute Quartalszahlen verkünden und damit alle überraschen würde. Doch Zuckerberg kann nicht zaubern. Zwar wuchsen die Werbeeinnahmen des sozialen Netzwerks von April bis Juni mit 28 Prozent weitaus stärker als von der Wall Street erwartet. Deren Analysten hatten mit bis zu 20 Prozent gerechnet. Inklusive Provisionseinnahmen  etwa durch Online-Spiele  konnte Facebook seinen Umsatz sogar um 32 Prozent steigern.

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