T-Mobile Niederlande wird erstmal nicht verkauft

Freitag, 19.02.2016 20:00 von

Das Geschäft sollte Milliarden bringen – doch über den Preis gab es keine Einigung. Nun hat die Telekom einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf ihrer niederländischen Tochter vorerst kurzerhand abgesagt.

Die Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) legt einem Zeitungsbericht zufolge den milliardenschweren Verkauf ihrer Mobilfunktochter in den Niederlanden auf Eis. Der Konzern habe sich mit den Interessenten für T-Mobile Niederlande nicht einigen können, berichtete die „Financial Times“ am Freitag auf ihrer Webseite unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der gebotene Preis sei der Telekom zu niedrig gewesen. Ein Telekom-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Reuters hatte vergangene Woche erfahren, dass die Beteiligungsgesellschaften Warburg Pincus und Apollo die einzigen im Rennen verbliebenen Investoren seien. Die Deutsche Telekom hoffe auf einen Preis von mindestens dem achtfachen des für 2016 erwarteten Betriebsgewinns oder 3,6 Milliarden Euro, sagten Insider damals. Die Finanzinvestoren böten aber voraussichtlich weniger als das 7,5-Fache.

Die Telekom ist seit der Jahrtausendewende in den Niederlanden vertreten. Im Mobilfunk ist der Wettbewerb durch die Platzhirsche KPN und Vodafone in den vergangenen Jahren härter geworden. Vodafone hatte vor wenigen Tagen angekündigt, sein Geschäft in den Niederlanden mit dem des US-Kabelnetzbetreibers Liberty Global zu bündeln.

Der Betriebsgewinn (Ebitda) von T-Mobile Niederlande ist in den ersten neun Monaten 2015 um 17 Prozent auf 382 Millionen Euro gesunken.

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