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SJB FondsEcho.
Japan. Erholt. Invesco
Japanese Equity Core Fund (IE0030382570). MiFID-Risikoklasse nach MFX:
5. Die Erholungsbewegung am
japanischen Aktienmarkt nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem der Nikkei-Index
bereits im Januar 2012 den besten Jahresauftakt seit dreizehn Jahren
verzeichnen konnte, wurde nun Anfang Februar erstmalig die 9.000-Punkte
Marke übersprungen. Japans Börse notiert damit auf einem Fünf-Monats-Hoch.
Ein klarer Hinweis, dass das von Erdbeben, Tsunami und Atomunfall
gebeutelte Land auf Erholungskurs ist. Die relativ günstige Bewertung
japanischer Aktien im internationalen Vergleich zieht immer mehr
Investoren an. Denn Japans Unternehmen überzeugen durch ein niedriges
Kurs-Gewinn-Verhältnis von aktuell 9,5 sowie ein Kurs-Buchwert-Verhältnis
von gerade einmal 0,9 für das Jahr 2012. Antizyklische Investoren sehen
hier ihre Chance, zumal Japans Wirtschaft nach der Katastrophe von März
2011 wieder angesprungen ist. Die Economist Intelligence Unit rechnet für
Japan 2012 mit einem Wirtschaftswachstum von +2,2
Prozent. Die positive Entwicklung von
Japans Autoindustrie demonstriert beispielhaft den neuerlichen Aufschwung:
Nach der schnellen Wiederherstellung der Lieferketten und einem nur kurzen
Produktionsausfall nach dem Erdbeben rechnet der Autobauer Toyota im
Geschäftsjahr 2011/2012 bereits wieder mit einem Milliardengewinn und wird
insgesamt die gleiche Menge Autos wie im Vorjahr produzieren. Das vierte
Quartal lief ausgesprochen gut, weshalb Toyota seine Gewinnprognose für
das Geschäftsjahr noch einmal erhöhte. Auch Konkurrent Nissan hat die
Folgen der Naturkatastrophe schnell überwunden. Im abgelaufenen Quartal
konnte der Autobauer seinen Betriebsgewinn um 3,6 Prozent auf 118,1
Milliarden Yen steigern und deutlich mehr Autos verkaufen. Obwohl Nissan
kaum neue Modelle auf den Markt brachte, legte der weltweite Absatz im
vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 4,67 Millionen verkaufte Fahrzeuge zu.
Der Invesco Japanese Equity
Core Fund (WKN 749777, ISIN IE0030382570) sucht die neuen Anlagechancen in
Japan optimal zu nutzen und setzt dabei besonders auf konjunktursensitive
Marktsegmente. FondsManager Paul Chesson verwaltet den Fonds seit seiner
Auflegung am 3. August 2001 und ist auf unterbewertete Titel
spezialisiert, von denen er mittelfristig die attraktivsten Anlageerträge
erwartet. Der Fonds notiert in US-Dollar und weist derzeit ein Volumen von
umgerechnet 195,0 Millionen Euro auf. Als Vergleichsindex nutzt der
Japan-Fonds den Tokyo Stock Price Index (TOPIX), also den marktbreiten
japanischen Aktienindex, der über 1.300 Einzelwerte umfasst. Der
Invesco-Fonds ist überaus erfolgreich in das neue Jahr gestartet und führt
derzeit die Performance-Rangliste aller in Japan anlegenden Aktienfonds
an: Im laufenden Jahr wurde bislang ein Plus von +6,37 Prozent in Euro
erzielt, während der TOPIX eine Rendite von +3,28 Prozent aufzuweisen hat.
Mit welcher Strategie gelingt FondsManager Chesson dieser
Renditevorsprung? FondsStrategie.
Unterbewertung. Gesucht. Der Invesco Japanese Equity
Core Fund strebt nach dem Erzielen eines langfristigen Kapitalzuwachses
durch die Anlage in Aktien von japanischen Unternehmen. Die Wertpapiere
müssen in Japan an anerkannten Märkten notiert oder gehandelt werden. Eine
Beimischung von ausländischen Firmen, die einen wesentlichen Teil ihrer
Einnahmen in Japan erzielen, ist möglich. Der Schwerpunkt des Fonds liegt
auf konjunktursensiblen Titeln, die von einem neuerlichen
Wirtschaftsaufschwung in Japan überproportional profitieren dürften. Große
Einzelpositionen hält FondsManager Chesson bei führenden Elektrogeräte-
und Autoexporteuren Japans. Außerdem besitzt er ein bedeutendes Exposure
bei japanischen Finanzwerten, da er die dortigen Banken, Börsenmakler und
Immobiliengesellschaften derzeit für unterbewertet hält. Ein weiterer
Fokus liegt auf attraktiv bewerteten ausgewählten Technologieunternehmen.
Reduziert hat das FondsManagement das Engagement in Marktsegmenten, die
zuletzt überdurchschnittlich performt haben und deshalb ausgereizt
erscheinen. Ein Beispiel hierfür ist die japanische Bauindustrie. In
welcher Portfolioallokation mündet die Bevorzugung unterbewerteter Titel
durch FondsManager Chesson? FondsPortfolio. Autowerte.
Bevorzugt. Das Portfolio des Invesco Japanese Equity Core Fund
wird von japanischen Automobilherstellern dominiert, die 16,3
Prozent des FondsVermögens ausmachen. Mit 14,8 Prozent Anteil an der
Gesamtallokation sind Finanztitel und Banken ebenfalls stark vertreten.
Die drittgrößte Branche innerhalb des Portfolios stellen
Elektronikkonzerne mit 13,6 Prozent dar. Überdurchschnittlich engagiert
ist der Invesco-Fonds zudem im Halbleitersektor (12,0 Prozent), bei
Börsenmaklern (8,7 Prozent) sowie im Bereich der Immobilienunternehmen
(8,4 Prozent). Abgerundet wird das Portfolio durch Positionen im Sektor
der Büroelektronik (7,3 Prozent) sowie im Maschinenbau (6,0 Prozent
Portfolioanteil). Der Fonds ist derzeit voll investiert, die Cashquote
liegt bei lediglich 0,3 Prozent. Bei den Top-10-Positionen des
Japan-Fonds liegen der Elektronikkonzern Konica Minolta sowie der
Halbleiterhersteller Tokyo Electron mit jeweils 5,8 Prozent
Portfolioanteil gemeinsam auf dem ersten Platz. Drittgrößte Einzelposition
des Fonds ist der Finanzkonzern Mitsui Sumitomo Financial (5,3 Prozent).
Von den japanischen Automobilkonzernen finden sich Toyota (5,2 Prozent)
sowie Honda (4,9 Prozent) unter den zehn größten Einzelpositionen des
Fonds. Weitere Titel aus der Finanzbranche unter den Top 10 sind
Mitsubishi UFJ Financial, die Handelsbank Resona sowie das Brokerhaus
Nomura. Das Immobilienunternehmen Mitsubishi Estate sowie der
Medizintechnikkonzern Hoya komplettieren die zehn größten Einzeltitel des
Invesco-Fonds. Mit der Schwerpunktlegung auf Finanztitel sowie Autobauer
folgt FondsManager Chesson seinem Programm, vorrangig günstig bewertete
und konjunktursensitive Titel zu erwerben. FondsVergleichsindex.
Korrelation. Hoch. Der Invesco Japanese Equity
Core Fund wird in unserer unabhängigen SJB FondsAnalyse dem MSCI Japan als
Vergleichsindex gegenübergestellt. Das Ergebnis der Korrelationsanalyse
bestätigt diese Wahl und zeigt zugleich, dass im weiteren Verlauf mit
aussagekräftigen Alpha- und Beta-Werten zu rechnen ist. Die Korrelation
zwischen Fonds und Vergleichsindex liegt über drei Jahre bei hohen 0,91,
für ein Jahr geht sie leicht auf 0,86 zurück. Die Kursentwicklung des
Invesco-Fonds und des MSCI Japan verläuft damit weitgehend parallel, wie
auch der Blick auf die Kennzahl R² beweist. Diese liegt für drei Jahre bei
0,82, über ein Jahr fällt sie mit 0,74 etwas geringer aus. Damit haben
sich mittelfristig 18 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig
vollzogen, kurzfristig sind es 26 Prozent. Hier zeigt sich, dass
FondsManager Chesson durch seine Auswahl unterbewerteter Titel kurzfristig
stärker von der Benchmark abgewichen ist. Der Tracking Error liegt über
drei Jahre bei 8,40 Prozent und legt auf Jahressicht auf 9,44 Prozent zu.
Welche Schwankungen verzeichnet der Japan-Fonds unter diesen
Voraussetzungen?
FondsRisiko. Volatilität.
Erhöht. Der Invesco-Fonds für
japanische Aktien hat generell eine etwas stärkere Schwankungsneigung als
sein Vergleichsindex MSCI Japan aufzuweisen. Über drei Jahre beträgt die
Volatilität des Fonds 22,79 Prozent, während die Benchmark mit 18,97
Prozent eine geringere Schwankungsintensität an den Tag legt. Für ein Jahr
ist das Bild ähnlich: Mit 26,87 Prozent liegt die „Vola“ des aktiv
gemanagten Aktienfonds merklich oberhalb der 23,41 Prozent, die der
Vergleichsindex zu verzeichnen hat. Die prinzipiell erhöhte
Schwankungsbreite des Fonds ist jedoch die logische Konsequenz der
Anlagephilosophie, sich verstärkt auf konjunkturabhängige Titel zu
konzentrieren. Diese zeigen naturgemäß stärkere Bewegungen.
Der Vergleich von
Invesco-Fonds und Referenzindex mit Blick auf die Risikostruktur fällt
zugunsten der Benchmark aus. Dies manifestiert sich an dem über
Marktniveau liegenden Beta des Fonds von 1,12 über drei Jahre. Die
Risikokennziffer, die die Schwankungsanfälligkeit von Fonds und Index
vergleicht, weist für ein Jahr einen Wert von 1,08 auf. Damit schwankt der
Invesco-Fonds um 8,0 Prozent stärker als der Markt. Der rollierende
Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte über die letzten drei Jahre ergibt,
dass sich der Fonds fast durchweg volatiler präsentierte: Bis auf die
beiden Monate Mai und Juni 2010 lag die Risikokennziffer stets über dem
Marktrisikofixwert von 1,00 und nahm dabei Werte bis 1,46 in der Spitze
an. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Fonds ein erhöhtes Risiko
gemessen am Vergleichsindex aufweist. Wie fallen die Renditekennzahlen
aus? FondsRendite. Alpha.
Aufstrebend. Per 6. Februar 2012 hat der
Invesco Japanese Equity Core Fund über drei Jahre eine kumulierte
Wertentwicklung von +18,93 Prozent in Euro erzielen können. Dies
entspricht einer Rendite von +5,95 Prozent p.a. – angesichts des in diesem
Zeitraum überwiegend seitwärts gelaufenen japanischen Aktienmarkts ein
guter Wert. Die Performance des Vergleichsindex MSCI Japan stellt sich
ähnlich dar: Für drei Jahre kommt dieser auf einen Wertzuwachs von +19,61
Prozent, was einem jährlichen Plus von +6,15 Prozent entspricht. Im
Wechsel auf die kurzfristige Betrachtung gerät der Fonds gegenüber dem
Referenzindex ins Hintertreffen: Über ein Jahr hat das von FondsManager
Chesson zusammengestellte Aktienportfolio in Euro gerechnet -15,40 Prozent
an Wert verloren, der MSCI-Vergleichsindex begnügt sich mit einem nur halb
so hohen Minus von -7,48 Prozent. Für den Fonds spricht jedoch, dass er
mit Beginn der neuen Aufwärtsbewegung an den japanischen Aktienmärkten
performancemäßig ganz vorne dabei ist. Damit dürfte die Zeit der
Minderrendite bald wieder der Vergangenheit angehören.
Der Kampf um einen
Renditevorsprung des Fonds zur Benchmark wird auch an der
Renditekennziffer Alpha offenbar, das über drei Jahre bei -0,03 und damit
praktisch auf Marktniveau liegt. Auf Jahressicht rutscht die Kennzahl mit
-0,64 hingegen deutlich ins Minus. Im rollierenden Zwölfmonatsvergleich
über drei Jahre zeigt sich, dass der Japan-Fonds von Invesco sehr wohl
weiß, wie man eine Mehrrendite zur Benchmark generiert. Von Februar 2009
bis Mai 2010 gelang es dem Fonds mit Alpha-Werten bis 3,71 in der Spitze
ununterbrochen, einen teils erheblichen Performancevorsprung zum MSCI
Japan zu erzielen. In den dann folgenden 20 Einjahreszeiträumen fiel das
Ergebnis mit Alpha-Werten bis zutiefst -1,16 jedoch durchweg negativ aus.
Auffällig bei dem Invesco-Fonds ist damit, dass er in Zeiten steigender
Börsen mit einer ähnlichen Regelmäßigkeit besser als der Index
abschneidet, wie er in Baisse-Zeiten (beispielsweise direkt nach der
Erdbebenkatastrophe) nur unterdurchschnittliche Ergebnisse liefert. Für
Zeiten anziehender Aktienkurse ist der Fonds damit aber genau die richtige
Wahl! SJB Fazit. Invesco Japanese Equity Core
Fund. Mit seiner Schwerpunktlegung
auf unterbewertete und konjunktursensitive japanische Aktien ist der
Japan-Fonds von Invesco das passende Investment für die gerade begonnene
Phase eines neuen Konjunkturaufschwungs im Reich der aufgehenden Sonne.
Der Fokus von FondsManager Paul Chesson auf substanzkräftige Finanztitel
und exportstarke Auto- und Elektronikkonzerne überzeugt. Aus dem
kurzfristigen Renditevorsprung sollte bald ein langfristiger
werden! Erläuterungen Alpha Ist die Kennziffer für die
Renditechancen. Das Alpha beziffert jenen Teil der FondsRendite, der auf
aktive Titelauswahl zurückzuführen ist. Weder die allgemeine
Marktentwicklung, noch ein höheres Risiko spielen für die Generierung
dieser FondsErträge eine Rolle. Beispiel: Ein Alpha von 0,5 zeigt an, dass
der Fonds im Vergleich zu seiner Benchmark in den gewählten
Betrachtungszeiträumen einen durchschnittlichen Mehrertrag von 0,5 Prozent
bei gleichem Risiko erzielt hat. Ein positives Alpha deutet darauf hin,
dass ein aktives FondsManagement eine Mehrrendite für den Investor
erwirtschaftet hat. Insofern ist die Kennziffer ein Leistungsindikator für
erfolgreiches FondsManagement. Beta Gilt als Risikomaß. Die
Kennzahl bemisst die relative Volatilität eines Investmentfonds in Bezug
auf den Gesamtmarkt. Anders ausgedrückt: Beta ist das Resultat eines
Risikovergleichs zwischen Fonds und Benchmark. Hat ein Fonds ein Beta von
1, ist sein Risiko identisch mit demjenigen des Index. Ein Beta > 1
bedeutet, das FondsRisiko ist überproportional, der Fonds ist
risikoreicher. Ein unter 1 liegendes Beta lässt auf geringere
Kursschwankungen eines Fonds schließen, er ist risikoärmer. Ein Beispiel:
Weicht die Volatilität des Fonds um 15 Prozent nach unten ab, ist sein
Beta 0,85, weicht sie 15 Prozent nach oben ab, ist es 1,15. Ein Wert über
1 spricht gegen den Fonds, ein Wert unter 1 für ihn. Ein negatives Beta
bedeutet, dass sich der Fonds gegenläufig zur Marktentwicklung verhält.
Der Beta-Faktor muss im Zusammenhang mit der Korrelation gesehen
werden. Dividendenrendite Diese Kennzahl misst die
Dividende einer Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs zum Zeitpunkt der
Ausschüttung. Sie wird in Prozent gemessen. Je höher der Wert, desto mehr
Erträge in Form der Dividende bekommen die Anteilseigner aus der
Unternehmensleistung heraus. Diese Erträge sind unabhängig von der
Kursentwicklung an der Börse. Im Gegensatz zum Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV
werden hier die Erträge als Maßstab für die Rendite genommen, die
tatsächlich den Anteilseignern zugute kommen. Ist der Wert hoch, deutet
das auch auf eine Unterbewertung des Unternehmens an der Börse hin, denn
wie eine hohe Dividende zeigt, ist die Ertragskraft größer, als der
Aktienkurs ausdrückt. Information
Ratio Die Information Ratio ist eine
Kennziffer zur Beurteilung der Managementqualität eines bestimmten Fonds.
Sie wird errechnet, indem man die FondsRendite durch das FondsRisiko
teilt. Die Rendite wird hierbei mit Alpha gemessen. Das FondsRisiko anhand
des Tracking Errors. Die Kennzahl liefert eine Aussage, ob das
eingegangene aktive Risiko durch die erzielte Mehrrendite gerechtfertigt
ist. Ist die Information Ratio positiv, ist dies der Fall. Je höher dieser
Wert, desto besser ist das Management von Rendite und Risiko des
untersuchten Fonds. Korrelation
Die Korrelation ist die
Kennziffer für die wechselseitige Abhängigkeit zweier Investments.
Angegeben wird, wie wahrscheinlich sich die Kursverläufe gegenläufig
(Korrelation -1), unabhängig (Korrelation 0) oder gleichläufig
(Korrelation +1) verhalten. Die Kennzahl ergänzt und konkretisiert die
durch ein positives bzw. negatives Beta angezeigte Richtung der
FondsVolatilität durch eine Aussage zur strukturellen Abhängigkeit der
Wertentwicklung des Fonds. Weisen Fonds und Index eine hohe Korrelation
auf, werden sie auf dieselben Marktrisiken und -entwicklungen ähnlich
reagieren. Kurs-Buch-Verhältnis
(KBV) Das KBV ist eine Kennzahl für
den Substanzwert eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den
Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie teilt. Der Buchwert der
Aktiengesellschaft ergibt sich durch den Abzug der Verbindlichkeiten von
der Summe der Aktiva. Der Buchwert der Aktie ist das Ergebnis der Teilung
des Unternehmensbuchwerts durch die Anzahl der Aktien. Je niedriger der
Wert ist, desto preiswerter ist die Aktie. Wenn der Kurs der Substanz des
Buchwerts entspricht, dann hat die Aktie einen „fairen“ Wert.
Kurs-Cashflow-Verhältnis
(KCV) Das KCV ist eine Kennzahl der
Liquidität eines Unternehmens. Man erhält es, in dem man den Aktienkurs
durch den Cashflow je Aktie teilt. Der Cashflow eines Unternehmens bildet
die wirklichen Zahlungsflüsse in einer bestimmten Zeitperiode ab. Sein
Wert gibt das Volumen der im Unternehmen für Investitionen und
Verbindlichkeiten vorhandenen liquiden Mittel an. Mit dem KCV kann die
Entwicklung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft bewertet werden.
Dabei gilt eine Aktie als umso preiswerter, je niedriger ihr KCV
ist. Kurs-Gewinn-Verhältnis
(KGV) Das KGV ist die Kennzahl der
Ertragskraft eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den
Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt. Hier gilt: Je niedriger die
Kennzahl, desto preiswerter ist die Aktie. Ein niedriges KGV bedeutet an
der Börse ein Einstiegssignal in die Aktie. Sie gilt als unterbewertet und
hat Aufstiegspotenzial. Liegt ihr KGV über dem Marktdurchschnitt, ist das
ein Ausstiegssignal. Sie gilt als überbewertet. Die Wahrscheinlichkeit,
dass ihr Kurs fällt, ist hoch. R² Die Kennzahl R² baut auf der
Korrelation auf. Sie drückt den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds
aus, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können.
R² ist das Quadrat der Korrelation. Das heißt, dass maximale R² liegt bei
1. Dieser Wert bedeutet, dass 100,0 Prozent der Entwicklung des Fonds
durch den Referenzindex bestimmt wird. Er wäre also ein Indextracker. Ein
R² von 0,5 bedeutet, dass 50,0 Prozent der Entwicklung des Fonds das
Ergebnis der Entwicklung des Referenzindex ist. Je deutlicher die Zahl
unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom
Referenzindex. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen.
Je höher das R², desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr
eine erhöhte oder niedrigere Risikokennziffer auf aktivem FondsManagement
basiert. R² hilft also, die Qualität der FondsManageraktivität
einzuordnen. Sharpe
Ratio Die Sharpe Ratio gibt darüber
Auskunft, ob die FondsEntwicklung auch dem Vergleich zu einem
„risikolosen“ Investment standhält. Sie ist die Kennziffer für einen
Rendite-Risiko-Vergleich zwischen unterschiedlichen Geldanlagen. Die nach
dem Nobelpreisträger William Sharpe benannte Kennziffer misst die
durchschnittliche Rendite in Bezug auf das eingegangene Risiko. Dabei wird
der Fonds mit dem risikolosen Geldmarkt konfrontiert. Angenommen, die
Sharpe Ratio liegt beim Fonds bei 0,40 und damit im positiven Bereich. In
diesem Fall ist die Kennzahl ein Indiz dafür, dass die FondsInvestition
rentabler ist, als die risikolose Platzierung des Kapitals am Geldmarkt.
Ein negativer Wert der Sharpe Ratio würde bedeuten: Der Fonds ist
schlechter als der Geldmarkt. Eine Investition wäre weniger rentabel.
Tracking
Error Der Tracking Error ist die
Kennziffer für die Spurabweichung des Fonds vom Index. Sie misst, wie
stark die Positionen und ihre Gewichtung im Portfolio des Fonds prozentual
von denen des Index abweichen. Zur Berechnung wird die Standardabweichung
der Differenzrendite zwischen dem Fonds und seiner Benchmark ermittelt.
Insofern wird der Tracking Error auch als Indikator für aktives Risiko
verstanden und dient neben Alpha als Grundlage für die Berechnung der
Information Ratio. Je niedriger der Tracking Error, desto stärker
orientiert sich der FondsManager am Vergleichsindex. Je höher der Wert
ist, desto unabhängiger bewegt sich der FondsManager in seinem Markt und
ist damit bereit, ein aktives Risiko einzugehen. Ob dieses Risiko
gerechtfertig war, diese Frage klärt die nächste
Kennzahl. Value-at-risk
(VAR) Der Begriff bezeichnet ein Risikomaß
für die Wahrscheinlichkeit und den Umfang von Verlusten einer bestimmten
Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) in einem
gegebenen Zeithorizont. Ein VAR von 10 Mio. Euro bei einer Haltedauer von
1 Tag und einer als Konfidenzniveau bezeichneten Eintrittssicherheit von
97,5 Prozent bedeutet, dass der potenzielle Verlust der betrachteten
Risikoposition von einem Tag auf den nächsten mit einer Wahrscheinlichkeit
von 97,5 Prozent den Betrag von 10 Mio. Euro nicht überschreiten wird. VAR
wurde von J.P. Morgan entwickelt und ist heute ein Standardrisikomaß im
Finanzsektor. Autor: SJB FondsSkyline OHG
1989 für Unternehmer und Führungskräfte Gerd Bennewirtz ist als
geschäftsführender Gründungsgesellschafter der SJB FondsSkyline OHG 1989
Herausgeber speziell auf Privatinvestoren zugeschnittener Newsletter. Die
täglich, wöchentlich und monatlich erscheinenden Publikationen können
gratis angefordert werden unter FondsEcho@sjb.de oder www.sjb.de. |

