ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax dämmt Verlust dank steigendem Ölpreis ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Sorgen um die Weltwirtschaft haben am Montag am deutschen Aktienmarkt über weite Strecken dominiert. Zum Handelsende verringerte der Dax dann aber seine Verluste angesichts eines wieder anziehenden Ölpreises deutlich. Auch die Wall Street legte zuletzt zu. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Abschlag von 0,19 Prozent auf 9495,40 Punkte. Auf Monatssicht verzeichnet der Leitindex ein Minus von 3,1 Prozent. Der Februar ist damit der dritte Verlustmonat in Folge.

Für den MDax ging es am Montag um 1,15 Prozent auf 19 422,03 Zähler hoch. Das Technologiewerte-Barometer TecDax rückte um 0,56 Prozent auf 1612,67 Punkte vor.

G20 SORGT FÜR VERDRUSS, ÖL (Rohöl) UND NOTENBANKEN HELFEN

Börsianer zeigten sich enttäuscht über wenig konkrete Pläne der G20-Staaten zur Ankurbelung der globalen Konjunktur. Die Hoffnung auf Konjunkturspritzen der Notenbanken sorgte aber neben dem Ölpreisanstieg für etwas Entspannung. So dürfte sich etwa die Europäische Zentralbank (EZB) nach schwachen Inflationsdaten aus der Eurozone in ihrem Vorhaben bestätigt sehen, weitere Lockerungsschritte vorzunehmen, kommentierte Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW Aktie) erklommen mit plus 3,96 Prozent die Dax-Spitze. Die Analysten von Exane BNP Paribas (BNP Paribas Aktie) halten es für möglich, dass die Kosten im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal geringer ausfallen könnten als gemeinhin befürchtet. Als stützend erwies sich zudem die vom deutschen Branchenverband VDA erhöhte Prognose zum Wachstum des chinesischen Automarktes.

DEUTSCHE BÖRSE SEHR SCHWACH

Größter Dax-Verlierer waren die Aktien der Deutschen Börse mit minus 2,63 Prozent. Ein Börsianer sprach von Gewinnmitnahmen, nachdem die Papiere zuletzt von der Fantasie auf positive Effekte einer Verschmelzung mit dem Londoner Wettbewerber LSE angetrieben worden seien.

Am MDax-Ende gerieten die Aktien von Stada (STADA Aktie) nach Zahlenvorlage mit minus 1,73 Prozent unter Druck. Börsianer begründeten dies vor allem mit dem zurückhaltenden Ausblick des Arzneiherstellers. Zum kräftigen Plus von 4 Prozent bei den Anteilen des Flugzeugbauers Airbus verwiesen Händler auf einen positiven Analystenkommentar.

NEUES LEBENSZEICHEN VON MANZ

Die Papiere von Manz wurden vom Interesse des chinesischen Mischkonzerns Shanghai Electric Group an dem kriselnden Spezialmaschinenbauer befeuert. Die Papiere des einstigen TecDax-Mitglieds legten um mehr als 12 Prozent zu.

Der EuroStoxx 50 gewann 0,57 Prozent auf 2945,75 Punkte. Auch der Cac-40-Index in Paris schloss höher, der FTSE-100-Index in London dagegen quasi unverändert. In New York stand der Dow Jones zum europäischen Handelsschluss ebenfalls im Plus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,05 Prozent am Freitag auf 0,02 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,14 Prozent auf 142,48 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,34 Prozent auf 166,67 Punkte zu. Der Kurs des Euro geriet vor allem nach den Inflationsdaten aus der Eurozone unter Druck. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0888 (Freitag: 1,1006) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9184 (0,9086) Euro./mis/das/DP/ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

Quelle: dpa-AFX