Paris (www.optionsscheinecheck.de) - Die weltweit größten Produzenten von Platin sind Südafrika und Russland, wobei mehr als 72 Prozent in Südafrika hergestellt werden, so die Analysten der Société Générale in ihrer aktuellen Ausgabe von "Investment & Life Rohstoffe".
Das Edelmetall werde vor allem in der Industrie verarbeitet und hänge somit gewöhnlicherweise, ähnlich den Industriemetallen, insbesondere von der Konjunktur und der Nachfrageentwicklung ab.
Eine Abkühlung des Wirtschaftsklimas wirke sich deshalb generell sehr schnell auf die Nachfrage nach Platin aus. Im aktuellen Marktumfeld werde der Platinpreis nach der Aussage von Rohstoffanalysten jedoch maßgeblich durch den Konflikt in Südafrika beeinflusst. Die Gewerkschaft AMCU drohe mit weiteren umfangreichen Streiks, was die Produktion von Platin und auch Palladium stark beeinträchtigen könnte. Dies unterstütze die positive Preisentwicklung des Edelmetalls.
Aber auch institutionelle Anleger und Spekulanten hätten in den letzten Wochen ihre positiven Gewinnaussichten auf Platin mit ihren Investitionen umgesetzt. Der Anteil an Long-Positionen auf Platin an der New York Mercantile Exchange sei in der vergangenen Woche angestiegen. Dies habe den Preis für das Edelmetall zusätzlich nach oben getrieben.
Der Platinpreis habe zu Beginn der Woche moderate Kursgewinne verbuchen können und erhole sich seit Monatsbeginn nunmehr konstant. Analysten würden mit einem weiteren moderaten Aufwärtstrend rechnen. Der Kurs von Platin notiere Ende letzter Woche bei rund 1.495,50 US-Dollar. Das sei der höchste Stand seit nunmehr fünf Wochen. Analysten würden auch weiterhin aufgrund der kritischen Lage rund um die Gewerkschaften in Südafrika mit einem Preisanstieg rechnen.
Die Société Générale ermögliche es Anlegern, mit Optionsscheinen ihre Markterwartung für den Platinpreis umzusetzen. Mit Open End Turbos könnten Anleger bereits mit kleinen Geldbeträgen überproportional an den Kursbewegungen eines Index, einer Aktie oder eines Rohstoffes partizipieren. Es sei sowohl möglich, auf steigende (Open End Turbo Long) als auch auf fallende Kurse (Open End Turbo Short) des Basiswerts zu setzen. Grundsätzlich würden sich Turbos durch eine Hebelwirkung auszeichnen. Das bedeute, dass wenn sich der Basiswert beispielsweise um einen Prozentpunkt bewege, der Wert des Hebelprodukts sich um einen zum Teil deutlichen Prozentwert ändere.
Das Besondere an Open End Turbos sei, dass der Anleger an der vollständigen Wertentwicklung des Basiswerts teilnehme, jedoch nicht den gesamten notwendigen Betrag zum Erwerb des Basiswerts selbst aufbringen müsse. Für den Erwerb eines Open End Turbos würden Anleger lediglich die Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und dem Basispreis (bereinigt um das Bezugsverhältnis und ggf. auch um einen Wechselkurs) zahlen.
Je geringer der Anteil des Investors am gesamten investierten Kapital sei, desto größer falle der Hebel aus. Neben den somit erhöhten Gewinnchancen sei allerdings auch das Verlustrisiko erhöht, wenn die Markterwartung des Anlegers nicht eintrete und sich der Basiswert in die entgegengesetzte Richtung bewege. Werde die vorher festgelegte Barriere erreicht, werde das Papier sofort fällig. Der Stopp Loss-Mechanismus des Open End Turbos solle in diesem Fall wenigstens noch den Totalverlust verhindern. Die Barriere liege bei Short-Produkten um einen entsprechenden Prozentsatz unter dem Basispreis, bei Long-Produkten entsprechend darüber.
Für den Fall, dass der Kurs des Basiswertes des Turbos diese Marke durchbreche oder auch nur berühre, komme es zur vorzeitigen Fälligkeit des Produktes. Open End Turbos seien somit in erster Linie für erfahrene und risikobereite Anleger geeignet. (Ausgabe 25 vom 20.06.2012) (20.06.2012/oc/a/r)
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