Bevor sie bei Gold wieder zugreifen, warten Anleger lieber die nächste Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ab. Ist Fed-Chef Ben Bernanke großzügig, dürfte der Preis wieder klettern.
Der Goldpreis kommt auch zum Wochenauftakt kaum vom Fleck. Die Feinunze kostete am Vormittag mit 1586,35 Dollar etwas weniger als am Freitag. "Jedes Signal für eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik könnte den Goldpreis anschieben", erklärte ein Börsianer. Viele Anleger wollten daher die Anhörung von Fed-Chef Ben Bernanke vor Kongressausschüssen am Dienstag und Mittwoch abwarten und hielten sich daher zurück.
Sollte Bernanke Hinweise auf eine dritte Runde von Anleihekäufen (QE3) geben, könnte das als Inflationsschutz geltende gelbe Metall wieder an Attraktivität gewinnen, sagte ein Händler. Zudem würden in einem solchen Falle die Spekulationen auf ein Anziehen der Konjunktur den Anlegern etwas von ihrer Risikoscheu nehmen, wovon Gold als Rohstoff ebenfalls profitieren würde. Rohstoffe gelten generell als riskanter als andere Anlageklassen.
Aus technischer Sicht hat der Goldpreis nach Einschätzung von Jürgen Meyer, Analyst bei JM-Market-Research, ohnehin Potenzial nach oben. In einem Beitrag für Reuters schriebt Meyer, er gehe davon aus, dass der Goldpreis kurz vor einem massiven und deutlichen Anstieg stehe, "der uns die restlichen Monate des Jahres und darüber hinaus beschäftigen wird".
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