Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die Erholung des Euro im Vergleich zum US-Dollar brachte letztlich einen nahezu idealtypischen Pullback bis an die massive Widerstandszone aus den Tiefpunkten von Anfang Juni 2012 und Herbst 2008 bei 1,2288/1,2327 USD sowie der 38-Tages-Linie (akt. bei 1,2389 USD), so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Durch den ausgeprägten Docht der gestrigen Tageskerze werde der Widerstandscharakter der angeführten Barrieren nochmals unterstrichen. Ohne einen Sprung über die Hürden bei rund 1,23 USD sei eine nachhaltige Verbesserung der charttechnischen Perspektiven der Einheitswährung aber reine Utopie. Vielmehr stehe zu befürchten, dass die europäische Valuta bereits wieder den Rückwärtsgang eingelegt habe.
Im Anschluss an das Wiedersehen mit dem bisherigen Jahrestief bei 1,2040 USD stehe eine Belastungsprobe des Mehrjahrestiefs vom Juni 2010 bei 1,1875 USD zu befürchten. Das kalkulatorische Abschlagspotenzial - abgeleitet aus der im Juni 2012 ausgeprägten, "bearishen" Flagge - müsse sogar auf rund 1,1750 USD taxiert werden. Als zusätzlicher Belastungsfaktor dürfte sich dabei weiter der US-Präsidentschaftszyklus erweisen. Erfahrungsgemäß neige der Greenback in US-Wahljahren zur Stärke, wobei das eigentliche Preishoch regelmäßig knapp vor dem eigentlichen Wahltermin ausgeprägt werde. (03.08.2012/ac/a/m)