E.On erwartet Gewinnsteigerung

Die Differenzen um die Preiskonditionen haben die E.On-Tochter Uniper und Gazprom (Gazprom ADR Aktie) beigelegt. Nun darf E.On (E.ON Aktie) auf einen höheren Gewinn hoffen.

Der Versorger E.ON profitiert von der Beilegung eines Streits um langfristige Gaslieferverträge mit der russischen Gazprom. Die E.ON-Tochter Uniper und Gazprom hätten sich auf eine Anpassung der Preiskonditionen verständigt, teilten die Düsseldorfer am Dienstag mit. Durch die Übereinkunft könne auch ein Verfahren vor einem Schiedsgericht beigelegt werden. In der Vergangenheit hatte E.ON immer wieder versucht, Preise in den über lange Jahre laufenden Verträgen zu drücken. Nun kann der Versorger auch Rückstellungen auflösen - und traut sich beim Gewinn mehr zu als bisher. Die Nachrichten kamen an der Börse recht gut an: E.ON-Aktien stiegen am späten Nachmittag um 0,7 Prozent.

"Gazprom und Uniper haben erneut bewiesen, dass man bei langfristigen Gaslieferverträgen flexible Lösungen finden kann", betonte Uniper-Chef Klaus Schäfer. Bereits im ersten Quartal profitiert E.ON - beim Ebitda stehen dann rund 380 Millionen Euro aus der Einigung in der Bilanz. Insgesamt erwartet der Konzern 2016 mehr Gewinn. So stellte das Dax-Unternehmen nun ein Ebitda von 6,4 bis 6,9 Milliarden Euro in Aussicht. Anfang März hatte Vorstandschef Johannes Teyssen inklusive der neuen Energiegesellschaft Uniper hier noch eine Spanne von 6,0 bis 6,5 Milliarden Euro genannt. Für den nachhaltigen Konzernüberschuss erwartet E.ON statt 1,2 bis 1,6 Milliarden Euro nunmehr eine Spanne von 1,5 bis 1,9 Milliarden Euro.

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