Deutsche Bank spendet kräftig für Mitt Romney

11:00 21.07.12

Auch deutsche Konzerne spenden im US-Präsidentschaftswahlkampf. Die meisten setzen auf Amtsinhaber Barack Obama  mit Ausnahme der Finanzbranche.

Geht es nach der Mehrheit der deutschen Konzerne in den USA, bleibt Barack Obama nach der Wahl am 6. November für vier weitere Jahre Präsident der Vereinigten Staaten. Das geht aus offiziellen Spendendaten hervor, die das Washingtoner Center for Responsive Politics im Auftrag der WirtschaftsWoche ausgewertet hat.

Nur die Deutsche Bank und der Allianz-Versicherungskonzern favorisieren demnach den republikanischen Herausforderer und Ex-Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney (siehe Grafik). Zwar ist es allen Unternehmen in den USA verboten, direkt für eine Partei oder einen Kandidaten zu spenden. Doch dürfen sie sogenannte Politische Aktionskomitees (PACs) gründen. Die sammeln vor allem unter leitenden Angestellten und Geschäftspartnern für die Kandidaten.

Die Wahlforscher gehen bei ihren Untersuchungen davon aus, dass die politischen Präferenzen der ausländischen Firmen sich mit denen ihrer Mitarbeiter und Geschäftspartner decken. Deutsche Bank und Allianz verbinden mit ihrer Pro-Romney-Initiative offenbar die Hoffnung, dass der Republikaner eine Politik verfolgt, die Finanzinstitutionen gegenüber freundlicher gesonnen ist als die von Obama.

Romney hat starke Verbindungen in die Branche, war 1984 Gründungspartner des Finanzinvestors Bain Capital. Seine Nähe zum Finanzsektor sorgt aber auch für Kritik: Mehrere US-Medien werfen Romney vor, die Banken im aktuellen Skandal um die Manipulation des Libor-Zinses nicht zu kritisieren.

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