Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Der Automobilkonzern Daimler AG (Profil) gab am Mittwoch bekannt, dass sein Vorstand die Weiterentwicklung des weltweiten Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars beschlossen hat. Im Zuge der Einführung der nächsten Generation der C-Klasse würden ab 2014 die Weichen dafür gestellt, dass man auch künftig wettbewerbsfähig bleibe, die weltweiten Wachstumschancen nutzen und die Arbeitsplätze des Unternehmens in Deutschland nachhaltig sichern könne.
Den Angaben zufolge wird das Werk Sindelfingen als zentraler Technologie- und Forschungsstandort von Mercedes-Benz Cars sowie als weltweites Kompetenzzentrum für die Produktion von Fahrzeugen der Ober- und Luxusklasse, zunehmend auch mit alternativen Antrieben, gestärkt. Die Produktion der C-Klasse Limousine für Märkte in Europa sowie der weiteren Modellvarianten der Baureihe werde künftig am Standort Bremen gebündelt und das Werk damit zum Kompetenzzentrum für diese volumenstarke Baureihe. Um dort ab 2014 das um etwa 20 Prozent höhere Produktionsvolumen abbilden zu können, werde im Gegenzug im genannten Jahr die Montage des Premium-Roadsters SL ins Werk Sindelfingen verlagert. Durch die erweiterte C-Klasse Produktion sei die Beschäftigung für die Mitarbeiter in Bremen langfristig gesichert. Die zentrale Fertigung von Kompaktfahrzeugen der Marke Mercedes-Benz verbleibe wie bisher im Werk Rastatt.
Um zusätzlich noch stärker von Wachstumschancen und insbesondere den Marktentwicklungen in Nordamerika auch bei einem starken Euro zu profitieren, werden die für den regionalen Markt bestimmten Umfänge der C-Klasse Limousine laut dem Konzern ab 2014 bei Mercedes-Benz U.S. International (MBUSI) in Tuscaloosa (Alabama) produziert. Aus heutiger Sicht würden diese Umfänge weniger als einem Fünftel der weltweiten C-Klasse Baureihe entsprechen. Bei MBUSI werde hierfür in die bestehenden Kapazitäten investiert. Neben der zusätzlichen Baureihe fertige das Werk auch weiterhin die R-, M- und GL-Klasse.
Laut Daimler sieht das Personalkonzept für das Werk Sindelfingen vor, dass ein wesentlicher Teil der ab 2014 wirksamen Beschäftigungseffekte aus der Neuordung der C-Klasse Produktion durch die Montage des SL kompensiert wird. Im Rahmen verschiedener Maßnahmen würden den verbleibenden rund 1.800 betroffenen Mitarbeitern auch zukünftig attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten. Auf diese Weise könne die Beschäftigung der Sindelfinger C-Klasse Mitarbeiter erhalten werden, hieß es.
Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: "Wir wissen um die große emotionale Bedeutung der C-Klasse für die Mitarbeiter am Standort Sindelfingen und wir anerkennen die hervorragende Leistung, die die Mannschaft dort jeden Tag erbringt. Wir haben uns deshalb diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Dieser Schritt ist aber aus strategisch-wirtschaftlicher Sicht unabdingbar, damit wir mit Mercedes-Benz auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben und die Wachstumschancen nutzen können."
Die Aktie von Daimler gewinnt momentan 1,79 Prozent auf 35,73 Euro. (02.12.2009/ac/n/d)
