China verletzt Handelsregeln bei Kreditkarten und diskriminiert ausländische Anbieter. So lautet das Urteil der Welthandelsorganisation WTO. Kreditkarten müssen ins Netzwerk des staatlichen Anbieters eingebunden sein.
China verletzt der Welthandelsorganisation WTO zufolge die Spielregeln auf dem Kreditkarten-Markt. China diskriminiere ausländische Anbieter, hieß es in einem WTO-Urteil vom Montag. China fordere widerrechtlich, dass alle in dem Land ausgegebenen Kreditkarten und alle aufgestellten Geldautomaten in das Netzwerk des staatlichen Anbieters China UnionPay (CUP) eingebunden sein müssten. Gegen das Urteil ist Berufung möglich.
Die USA erklärten, sich in dem seit Herbst 2010 anhängigen Streit durchgesetzt zu haben, wodurch 6000 Arbeitsplätze in den USA gesichert werden könnten. Gleichwohl räumte das Büro des US-Handelsbeauftragten ein, von der WTO nicht in allen Punkten Recht bekommen zu haben. Darauf wies auch das chinesische Handelsministerium hin.
Große Kreditkartenanbieter wie Visa, Mastercard und American Express sind US-Firmen. Die CUP wiederum sieht sich gemessen am Umsatz als drittgrößter Anbieter weltweit, der in rund 110 Ländern aktiv ist. Angaben von Mitte 2011 zufolge hatte die CUP zu dem Zeitpunkt rund 1,4 Milliarden Kreditkarten ausgegeben. An dem Unternehmen sind die vier chinesischen Großbanken ICBC, China Construction Bank, AgBank und Bank of China beteiligt.
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