NEW YORK (dpa-AFX) - Im Gleichschritt mit den zuletzt leicht ins Plus gedrehten Europa-Börsen wird am Dienstag in New York mit einem freundlichen Auftakt gerechnet. Eine Dreiviertelstunde vor dem Auftakt deutet der Terminkontrakt auf den Dow Jones Industrial für den US-Leitindex auf ein Plus von 0,25 Prozent hin. Jener auf den Nasdaq 100 (Nasdaq 100) lässt für den technologielastigen Index ein Plus von 0,39 Prozent erwarten.
"Die Märkte warten auf wichtige Konjunkturdaten aus den USA", sagte ein Marktbeobachter. Insbesondere steht nach dem Börsenauftakt die Umfrage zum Verbrauchervertrauen im Blickfeld: "Die positive Tendenz am Häusermarkt sollte sich auf die Stimmung der Verbraucher übertragen", sagte Investmentanalystin Antje Laschewski von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) im Hinblick auf den von ihr erwarteten Anstieg. Zusätzlich werden auch diverse Daten zur Preisentwicklung am Immobilienmarkt veröffentlicht.
Mit vorbörslich 689 US-Dollar deutet es sich an, dass sich die Apple-Papiere nochmals ein wenig von ihrem jüngst erreichten Rekordhoch über 700 Dollar entfernen wird. Probleme bei der Auslieferung des neuen iPhone 5 am ersten Verkaufswochenende haben offensichtlich mit dem neuartigen Display zu tun, das der hohen Nachfrage nicht nachkommen könne, hieß es. Ein Analyst sagte: "Ein erheblicher Anteil kann deshalb wohl erst in den kommenden beiden Quartalen ausgeliefert werden." Er wies aber zugleich auf die extrem hohe Geschwindigkeit bei der Einführung hin und sieht Potenzial für ein starkes Schlussquartal. Derweil steht Apple beim Prozessreigen mit Samsung in Deutschland vor einer Niederlage: Eine Düsseldorfer Richterin machte deutlich, dass das Gericht bei den Modellen der Koreaner keine Verwechslungsgefahr mit dem geschützten Apple-Design sehe.
Die Aktien von Caterpillar sackten wegen einer am Vorabend nach Börsenschluss vermelden Prognosesenkung vorbörslich um fast zwei Prozent ab. Der weltgrößte Baumaschinenhersteller rechnet nach dem Ende der Goldgräberstimmung in der Rohstoffbranche für sich nur noch mit einem "kraftlosen" Wachstum bis zum Jahr 2015. Als Konsequenz strich Vorstandschef Doug Oberhelman am späten Dienstagabend den Gewinnausblick zusammen und rechnet 2015 nur noch mit einem Gewinn je Aktie zwischen 12 und 18 US-Dollar. Zuvor war die Rede von 15 bis 20 Dollar gewesen.
Auch einige Nebenwerte kamen im vorbörslichen Geschäft wegen gesenkter Ausblicke unter Druck: Der Softwareanbieter Red Hat verfehlte mit seinem Gewinn im zweiten Quartal nicht nur die Schätzungen, sondern engte auch die Spanne für seine Umsatzziele im Gesamtjahr nach unten ein. Die Titel büßten zweieinhalb Prozent ein. Titel des Spezialisten für Elektrofahrzeuge Tesla Motors sackten wegen eines gekürzten Umsatzausblicks vorbörslich sogar um mehr als sieben Prozent ab./tih/gl