Aktien Frankfurt Ausblick: Wieder Verluste - Vorgaben, Talanx geht an die Börse

08:21 02.10.12

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem starken Wochenauftakt dürfte der Dax am Dienstag zunächst etwas nachgeben. Rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart stand der X-Dax als außerbörslicher Indikator bei 7.281 Punkten und damit 0,62 Prozent unter dem Xetra-Schluss des Leitindex (DAX) zu Wochenbeginn. Am Montag war das Börsenbarometer noch um 1,53 Prozent angesprungen.

Belasten dürfte vor allem der schwache Handelsverlauf an der Wall Street, wo besonders der S&P 500-Index nur mit deutlich zusammengeschmolzenen Gewinnen geschlossen hatte. Nachdem der Montag von erfreulichen Einkaufsmanager-Daten geprägt war, sieht Marktanalyst Cameron Peacock von IG Markets nun besonders die Arbeitslosenzahlen in Spanien und die EU-Erzeugerpreise im Fokus. Daneben beherrsche den Markt weiterhin die Frage, wann Spanien offiziell um Finanzhilfen bittet.

TALANX-AUSGABEPREIS BEI 18,30 EURO

Ihr Börsendebut geben die Aktien des Versicherers Talanx, die ab diesem Dienstag im strenger regulierten Prime Standard der Deutschen Börse gehandelt werden. Am Montagabend gab die Hannover-Rück-Mutter den Ausgabepreis ihrer Aktien mit 18,30 Euro an. Zuvor hatte die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX bereits aus Kreisen erfahren, dass die ursprünglich festgelegte Spanne von 17,30 bis 20,30 auf 17,80 bis 18,80 Euro eingeengt worden war. Mit den Einnahmen will Talanx sein Wachstum finanzieren.

Nachrichten gab es auch zu dem Börsenbetreiber selbst. Das Volumen an den Terminmärkten der Eurex Group war im Jahresvergleich weiter zurückgegangen. Börsentäglich wurden dort im Schnitt etwa 10,2 Millionen Kontrakte gehandelt - ein Jahr zuvor waren es 12,4 Millionen gewesen. Ein Börsianer bewertete die Zahlen als "schwach, aber sicher nicht unerwartet". Insgesamt rechnet er nicht mit einer größeren Kursreaktion, zumal das Xetra-Volumen noch nicht veröffentlicht sei. Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz (L&S) gaben die Titel der Deutschen Börse um 0,18 Prozent nach.

BASF MIT WINTERSHALL IM BLICK

Angesichts des schwach erwarteten Gesamtmarktes sanken die Titel von BASF bei L&S um 0,68 Prozent. In den Hintergrund geriet dabei ein Bericht des "Handelsblattes", wonach Wintershall, die Öl- und Gassparte des Chemiekonzerns, einen rekordhohen Gewinn erwartet. Vor allem die überraschend starke Produktionssteigerung in Libyen dürfte laut Analysten dazu beitragen haben. Ein Händler sagte: "Wintershall war bei weitem die beste BASF-Sparte im ersten Halbjahr 2012. Die Meldung ist deshalb nicht richtig neu."/la/rum

Quelle: dpa-AFX

Ausgewählte RBS-Zertifikate auf DAX

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