Erste Group Research - ATX verbleibt im Wochenvergleich mit 2,1% im Minus

16:42 27.07.12

Wien (www.aktiencheck.de) - EZB-Chef M. Draghi verhilft den Börsen zum Turnaround in dieser Woche, so die sich die Analysten von Erste Group Research.

Nach einem schwachen Wochenstart habe M. Draghi mit einer Rede zur Lage an den Finanzmärkten den Aktienbörsen doch noch zu einem versöhnlichen Wochenschluss verholfen, wenngleich der ATX (ATX Austrian Traded Index) im Wochenvergleich mit 2,1% im Minus verbleibe. Mitverursacher dieser schwachen Indexperformance sei der Verbund (Verbund Aktie) mit einem Wochenminus von 10,0% gewesen, was auf ein unter den Erwartungen liegendes Quartalsergebnis bzw. auch auf einen sehr vorsichtigen Ergebnisausblick zurückzuführen sei. Die Analysten würden bei diesem Wert zurückhaltend gestimmt bleiben, weil das Marktumfeld leider um nichts besser geworden sei für den Verbund. Weiter sehr schwach sei Wienerberger (Wienerberger Aktie) mit -7,7% gewesen - allerdings ohne besondere News. Auch dieser Wert sei für die Analysten derzeit keine Kaufempfehlung, der Abwärtstrend sei hier voll intakt.

Auf der Gewinnerseite habe OMV (OMV Aktie) mit einem Plus von 2,1% gestanden, was wohl auf einem langsam wieder steigenden Ölpreis zurückzuführen sein dürfte. Weiter bombenfest habe austriamicrosystems (ams) (AUSTRIAMICROSYSTEMS Aktie) (Notiz Börse Zürich!) nach einer weiteren Erhöhung der Firmenguidance notiert. Die Analysten hätten hier in einer neuen Analyse ihre Kaufempfehlung bestätigt und das Kursziel in den 3-stelligen Bereich (in CHF) deutlich erhöht. Nicht so gut sei es für AT&S (AT & S Aktie) verlaufen, die mit den Quartalszahlen die Erwartungen nicht habe erfüllen können. Die Aktie habe über den Dividendenabschlag hinaus deutlich in dieser Woche verloren, wobei der Ausverkauf hier für die Analysten übertrieben erscheine.

Das Ergebnishighlight der nächsten Woche werde sicherlich das Q2-Ergebnis der Erste Group Bank (Erste Group Aktie) am Dienstag sein. Daneben berichte am Freitag noch die AMAG Austria Metall (AMAG Austria Metall Aktie). In Summe würden die Analysten den Seitwärtstrend im ATX derzeit voll intakt sehen. Erst bei einem markanten Ausbruch über die Marke von 2.000 Punkten würde sich das Chartbild massiv verbessern. Nach unten hin sollte im besten Fall die Marke von 1.900 Punkten nicht signifikant unterboten werden. Letztlich würden aber wohl weiterhin die Aussagen von Politikern und Notenbankern die meiste Kursrelevanz haben - so wie auch in den letzten Tagen und Wochen. Die Wirtschaftsdaten seien zuletzt in Summe schwach gewesen, allerdings mit Anzeichen einer Stabilisierung auf tiefen Niveaus. Für eine positive Unterstützung der Aktienkurse dürfte dies noch nicht reichen. (27.07.2012/ac/a/m)

Quelle: Aktiencheck

Ausgewählte RBS-Zertifikate auf ATX Austrian Traded Index

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