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2017 wird ein gutes Jahr für Immobilien

Freitag, 13.01.2017 09:53 von

Stockholm (GodmodeTrader.de) - Zuallererst wird durch die EZB Entscheidung die Anleiheaufkäufe bis Ende 2017 zu verlängern, der Kapitalmarktrahmen weiter gesetzt und gibt Planungssicherheit zu den Liquiditätsströmen in die Immobilienmärkte. Mit anderen Worten: Die Nachfrage nach Immobilien – sowohl auf der Privatanleger und Häuslebauerseite als auch auf der gewerblichen Seite mittels Fondsgesellschaften oder durch Pensionskassen – wird weiter anhalten, wie die Experten des Asset Managers für die Bereiche Property, Fixed-Income und Equity Catella in einem aktuellen Marktkommentar schreiben.

Der Preis liege freilich in einem sich verschärfenden (Preis-) Wettbewerb um Investitionsobjekte. Es dürfe dabei nicht vergessen werden, dass 2017 bei etlichen deutschen und angelsächsischen Investoren die zehnjährige Haltedauer ablaufen werde und der Boom der letzten Jahre die ehemaligen Ankaufswerte teilweise übertroffen habe. Dies führe sicherlich zu einer stärkeren Verkaufsmentalität als dies noch vor zwei Jahren der Fall gewesen sei. Die Investitionsdoktrin werde weiterhin auf value-add und Themenfonds liegen. Auf der Wohninvestorenseite beruhige sich die Phase der Fusionen & Übernahmen – Bewegung seien gleichwohl auf der Objektvoluminaebene bei bis zu 500 Wohneinheiten zu erwarten, heißt es weiter.

„Dass die Hochphase aber keine irrationalen Handlung nach sich zieht, zeigt ein Blick auf die 2016 Transaktionswerte – zwar brummt die deutsche Wirtschaft mit einer traumhaften Beschäftigungssituation und einem Drang zu Investitionen, gleichwohl lag der Wert der Transaktionsvolumina über alle Asset Klassen mit rund 63 Milliarden Euro rund 20 Prozent unter dem des Rekordjahres 2015. Dramatisch? Keineswegs, zeigt diese Entwicklung doch, dass am Markt nur Immobilien ihren Abnehmer finden, welche einen Wachstumskern aufweisen. Ferner setzen etliche Bestandhalter weiterhin auf einen anziehenden Markt“, so die Catella-Experten.

Der Anstieg der Mieten – sowohl auf der gewerblichen wie wohnwirtschaftlichen Seite – begründe sich aufgrund der hohen Nachfrage gerade in den Ballungszentren und der Knappheit des Angebots. Diese Hochphase werde anhalten. In der Summe ein „perfect storm“ von positivem wirtschaftlichem Ausblick und Knappheit des (Neubau-) Angebots, heißt es weiter.

„Und die Risiken? Die werden auch 2017 nicht abnehmen, die Sensibilisierung nimmt weiter zu. Zu nennen sind dabei die geopolitische Lage, und hier zuallererst die Zukunftsfähigkeit der europäischen Idee. Klar ist auch, dass wir erst nach der Inauguration des neuen amerikanischen Präsidenten am 20. Januar abschätzen können, wie sich das Investitionsverhalten des amerikanischen Kapitals auf Kontinentaleuropa und auch auf Deutschland mittelfristig auswirken wird. Kommt das milliardenschwere US-amerikanische Investitionsprogramm wird weniger Kapital nach ‚overseas‘ fließen. Auch wird die britische BREXIT Diskussion weiter mit messbaren Wirkungen auf sich warten lassen. Frankfurt sind gleichwohl in der ‚Verlagerungsdiskussion‘ gute Chancen einzuräumen“, so die Catella-Experten.