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12,9 Milliarden Dollar Spenden für Kampf gegen tödliche Krankheiten

Sonntag, 18.09.2016 15:48 von

MONTREAL (dpa-AFX) - Im globalen Kampf gegen die tödlichen Krankheiten Malaria, Tuberkulose und Aids stehen für die kommenden drei Jahre weitere 12,9 Milliarden Dollar (Dollarkurs) (11,6 Mrd Euro) zur Verfügung. Diese Summe kam beim Treffen der Geberländer des Globalen Fonds zur Bekämpfung der drei Krankheiten am Samstag im kanadischen Montreal zusammen. Bis 2019 sollen acht Millionen Menschenleben gerettet und 300 Millionen Neuinfektionen verhindert werden.

Microsoft-Mitgründer Bill Gates lobte den finanziellen Beitrag Deutschlands, das Spenden in Höhe von 800 Millionen Euro zusagte. "Ich hoffe, die Deutschen sind stolz auf ihren Beitrag, der die Welt ein Stück weit gesünder, gerechter und stabiler macht", sagte Gates der Deutschen Presse-Agentur bei der zweitägigen Konferenz. Die USA kündigten an, bis zu einer Summe von umgerechnet 3,6 Milliarden Euro auf jeden Dollar anderer Spender einen Dollar draufzulegen.

Neben Dutzenden Vertretern aus Afrika und Südasien nahmen auch U2-Sänger Bono und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon teil, der die Länder am Samstag zu großzügigen Beiträgen aufrief. Im Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose habe der Globale Fonds in seiner 15-jährigen Geschichte dabei geholfen, rund 20 Millionen Menschenleben zu retten, sagte der Ende des Jahres aus dem Amt scheidende Ban.

"Ich glaube, dass der Globale Fonds als eine der größten Errungenschaften der Menschheit in die Geschichte eingehen wird", sagte Gates. Die Welt werde besser, sicherer und gerechter, indem die Gesundheit der bedürftigsten Menschen gestärkt werde. Die Bill and Melinda Gates-Stiftung kündigte für die kommenden drei Jahre Spenden von bis zu 600 Millionen Dollar (538 Mio Euro) an.

Der Sprecher des Globalen Fonds, Seth Faison, drängte die Länder dazu, den Fokus trotz anderer Infektionskrankheiten wie Zika und Ebola weiter auch auf die in Montreal thematisierten Leiden zu richten. "Aids, TB und Malaria sind nicht so sehr in den Nachrichten, weil sie uns schon bekannt sind", sagte Faison. Betroffen seien aber jedes Jahr Millionen Menschen. "Zika und Ebola sind furchteinflößend, aber die Zahl derjenigen, die sie betreffen, liegt immer noch in den Tausenden."/jot/DP/he