BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Post (Deutsche Post Aktie) äußert sich derzeit nicht zu den möglichen Folgen der Insolvenz des Versandhändlers Neckermann für ihr Geschäft. "Wir kommentieren das nicht", sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag. Das "Handelsblatt" (Freitag) hatte berichtet, die Gewinnprognose von Post-Chef Frank Appel sei wegen der Insolvenz des Großkunden Neckermann.de nicht mehr zu halten. Appel will in diesem Jahr ein operatives Ergebnis von rund 2,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Sonderabschreibung könne an die 100-Millionen-Euro heranreichen, mutmaßt die Zeitung.
Die Aktie der Deutschen Post gab bis zum Mittag um 1,2 Prozent nach, während der Dax (DAX) um seinen Vortagesschluss pendelte. Analysten rechnen allerdings nicht mit einer größeren Belastung der Post durch die Neckermann-Insolvenz. "Das Paketgeschäft der Deutschen Post wächst stark, und der Verlust des Versandvolumens von Neckermann sollte kein Problem darstellen", sagte etwa Analyst Jochen Rothenbacher von Equinet. Die Post hatte 2005 die Groß- und Stückgut-Logistik der einstigen KarstadtQuelle AG übernommen, zu der auch Neckermann gehörte./hff/ck/ag/DP/stw