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Markt im Fokus: Japans Fondsmanager erwarten festere Kurse und mehr Selektion
TOKIO (dpa-AFX) - Japanische Fondsmanager und Analysten rechnen für das laufende Quartal überwiegend mit steigenden Kursen an der japanischen Börse. Triebfedern seien die anziehenden Unternehmensgewinne und stete Mittelzuflüsse bei den Fonds.

Institutionelle Anleger gingen aber in Zukunft wählerischer bei der Aktienselektion vor. Sie konzentrierten sich auf Firmen mit einer vorhersehbaren Gewinnentwicklung und guten Geschäfts- oder Restrukturierungsplänen. Eine Umschichtung von Wachstums- zu Substanzwerte werde sich aber nur langsam und im begrenzten Umfang abspielen. Die Anleger warteten vor einer Umschichtung in zyklische Wert auf eine Bestätigung, dass die Wirtschaftserholung von Dauer ist.

AKTIENMARKT ERHÄLT MITTELZUFLUSS AUS FESTGELDANLAGEN - FUNDAMENTALE ANALYSE GEWINNT AN BEDEUTUNG

"Der Aktienmarkt wird eine grundlegende Änderung im Anlegerverhalten sehen. Sowohl die Aktien der 'Neuen Wirtschaft' wie die Standardwerte werden einer strengeren Prüfung unterzogen werden," sagte Takeshi Kawai, Analyst bei IBJ Securities. "Der Markt hat eine Phase erlebt, in der Wachstumswerte die Substanztitel als Kerninvestment ersetzt haben. Die Wachstumswerte erleben aber eine massive Korrektur." Kawai rechnet während dieser Korrektur mit einem Rückzug der Anleger auf Titel der 'alten Wirtschaft'. Dennoch werde es nicht zu einer sofortigen Neubewertung dieser Aktien kommen.

"Wir werden im April einen bisher ungesehenen Mittelzufluss an den Aktienmarkt sehen, da viele Festgeldanlagen auf den Postsparbüchern ablaufen," sagte Kawai. Fraglich bleibe, wie breit dieses Mittel am Aktienmarkt gestreut werden. Die massiven Kursschwankungen bei Wachstumswerten sorge eher dafür, dass die Anleger zu bewerten Messlatten wie Gewinnentwicklung und Cash-Flow zurückkehren. Der Blick in eine großartige, aber ungewisse Zukunft, wie ihn viele Wachstumswerte böten, habe an Attraktivität verloren. Bei der absehbaren schrittweißen Besserung der japanischen Wirtschaftslage zögen die Anleger Standa rdwerte den Internetpapieren vor.

SUBSTANZWERTE VERNACHLÄSSIGT

Takashi Yamazaki, Investmentvorstand bei Tokio Marine Asset Management, sieht den Nikkei 225-Index  im laufenden Quartal in einer Spanne zwischen 18.500 und 21.000 Punkten. Nach Schätzungen des Vermögensverwalters wird der Vorsteuergewinn von 800 beobachteten Firmen im Jahr zum März 2001 um 20% steigen. "Die Pensionskassen werden weiterhin einen hohen Aktienanteil halten, während viele Fondsgesellschaften neue Aktienfonds auflegen werden," sagte Yamazaki. Allerdings erwartet auch er einen Wechsel im Auswahlprozess bei der Aktienanlage. "Viele Substanzwerte sind unberechtigterweise links liegen gelassen worden, weil sie schlicht Nichts mit der EDV-Branche zu tun hatten." Bei den Aktien der 'Neuen Wirtschaft' werden die Investoren nun sehr genau darauf schauen, welches Unternehmen einen klaren Geschäftsplan vorlegen kann.

KEIN ABSCHIED VON DER IT-BRANCHE - SONY UND NTT DOCOMO BLEIBEN KERNANLAGE

Norio Suzuki, Vermögensverwalter bei Indocam Japan, widerspricht der Einschätzung seines Kollegen. Er sieht keinen generellen Wechsel in große Standard- und Substanzwerte. Technologieaktien seien bislang wahllos gekauft worden. Es werde zu einer genaueren Selektion kommen, aber nicht im großen Stil zur Umschichtung in die Standardwerte kommen. Aktien wie Sony oder NTT DoCoMo hätten als zentraler Bestandteil eines Aktiendepots nicht an Attraktivität eingebüßt.

Koji Sakuratani bei Asahi Life Asset Management teilt diese Meinung. Er wird auch weiterhin in den von ihm verwalteten Depots ein Schwergewicht auf führende IT-Firmen legen, darunter auch Sony und NTT DoCoMo. "Wir werden eine solide Entwicklung am breiten Markt sehen, begleitet von steigenden Ausgaben der privaten Haushalte und anziehenden Unternehmensgewinnen," sagte der Fondsmanager. Aber nur Firmen, die ein Monopol in einem Marktsegment errichten könnten, qualifizierten sich für eine Anlage.

IT-Aktien bleiben auch Mittelpunkt der Anlagestrategie von Sususmu Ab, Investmentmanager bei Mito Securities. Die Wirtschaft müsse deutlichere Zeichen einer nachhaltigen Erholung zeigen, bevor sich eine Anlage in zyklischen Industrien lohne. Es liefen zwar eine Reihe von Festgeldverträgen bei den Postsparbüchern aus, doch sei es zweifelhaft ob diese Mittel vollständig in risikobehaftete Aktienanlagen umgeschichtet werden./cs/ub




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