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Wallstreet-Village: Portfolio-Tagesreport vom 07.03.2000

Das studentische Portfolio weiter auf der Überholspur

Das studentische Portfolio von Chris M., bestehend aus einem Meister (Daimler) und einem Revolutionär (Consors), hat in den letzten Tagen das Königs-Depot abgehängt und jagt inzwischen das Revolutionärsportfolio.

Die Ursache dafür ist eine Kursexplosion beim Discount-Broker Consors. Innerhalb der letzten Woche stieg der Kurs um 50 % von 100 € auf 150 €. Seit Start des studentischen Portfolios am 29.12.99 verdoppelte sich Consors beinahe!

Seit Anfang des Jahres hat sich der Wert des Depots um über 38 % erhöht. Das Königs-Depot stieg im gleichen Zeitraum „nur“ um knapp 30 %. Und die Revolutionäre sind mit einer 43,7 %igen Werterhöhung auch schon in „Reichweite“ des studentischen Portfolios.

Als Student verfügt Chris M. noch nicht über die finanziellen Mittel, um sich ein breit gestreutes Aktiendepot mit guter Diversifikation aufbauen zu können. Bei den Discount-Brokern zahlt man für jede Transaktion einen prozentualen Anteil am Kurswert bzw. eine Mindestgebühr. Bei relativ kleinen Ordervolumina greift immer die Mindestgebühr, welche zwischen 15 und 20 DM liegt. Hätte sich Chris M. nun für die 1300 € am 29.12.99 noch mehr Aktien ins Depot gelegt, wäre er von den jedes mal anfallenden Transaktionskosten „aufgefressen“ worden.

Das studentische Portfolio demonstriert aber, dass eine Geldanlage in Aktien generell auch mit kleinen Beträgen schon sinnvoll ist. Der Nachteil eines schlecht diversifizierten Depots ist dann aber natürlich die Abhängigkeit von nur wenigen Werten. In den Minuten, in denen ich diese Zeilen hier schreibe, fällt der Wert des studentischen Portfolios schon wieder von über 38% auf momentan 30%. Der Grund ist ein Kursrückgang von Consors von 150 € auf 142 € in der ersten Stunde des heutigen Handelstages.

Revolutionäre

Auch die Revolutionäre haben uns wieder Freude gemacht. Bis zum Handelsschluss in Amerika stieg das Internetauktionshaus Ebay wieder um satte 8 %, das Internet-Portal Yahoo um 8,5 %, der Marktführer für E-Commerce-Lösungen Broadvision um 4,3 % und Celera um 5,3 %.

Mit einem 64 %igen Wertzuwachs seit Start und einem 44 %igen Anstieg seit Beginn dieses Jahres sind die Revolutionäre im Vergleich mit unseren anderen Depots immer noch an der Spitze.

Meister

Bei den Meistern hält die „Fusionitis“ weiter an. Heute früh folgte der nächste „Hammer“. Die Deutsche Bank und die Dresdner Bank bestätigten Gespräche „in einem fortgeschrittenen Stadium“ mit dem Ziel einer „engen Zusammenarbeit“.

Bei einer Fusion entstünde die größte Bank der Welt mit einer Bilanzsumme von 2,5 Billionen DM. Die Deutsche Bank wäre bei der Fusion mit ihrer starken Marktstellung und einer Marktkapitalisierung von 53,2 Mio. € eindeutig der „Seniorpartner“. Der Börsenwert der Dresdner Bank ist mit 24,6 Mio. € momentan nur ungefähr halb so groß. Allerdings ist bei einem tatsächlichen Zusammengehen der beiden Großbanken mit Kursanstiegen zu rechnen, was die Marktkapitalisierungen dann noch weiter erhöhen würde.

Auch über eine Fusion unseres Meisters Daimler wird wieder spekuliert. In der Automobilbranche sind, bei momentan stagnierenden Absätzen auf den gesättigten europäischen Märkten, die Entwicklungskosten sehr hoch. Auch wenn die langfristigen Absatzchancen gar nicht so schlecht sind (man denke hier nur an den asiatischen Raum), wird durch diese Situation der Fusionsdruck auf die Automobilunternehmen erhöht.

Wenn der Daimler-Konzern als unabhängiger Hersteller „überlebenden“ will, muss er noch weiter wachsen. Daimler liegt schon seit Monaten auf der „Lauer“, um den geeigneten Partner zu finden. Bis dies soweit ist, werden wir noch häufig Meldungen über Fusionsverhandlungen zu hören bekommen.

Jetzt wird nun über eine Fusion zwischen Daimler und Mitsubishi spekuliert. Da Daimler damit auf Wachstumskurs in seinem Kerngeschäft ist, besteht für uns kein Anlass zur Sorge.

http://www.wallstreet-online.de/research/...pots/ws/d/depot_100.php3" rel="nofollow"> Könige

Auch mit den Königen liegen wir seit dem Start mit 44 % im Plus.

Fast alle Könige verloren gestern aber etwas. Cisco sackte leicht um 1 % ab, Sun um 1,4 %. Verlierer des Tages war der Einzelhandelskönig Wal-Mart mit einem Tagesverlust von 4 %.

Da unsere Könige in den Wochen zuvor stark an Wert gewonnen hatten, ist eine kleiner „Rückschlag“ völlig normal und beunruhigt uns nicht.





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