Wochenausblick

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Wochenausblick Sailorman

Wochenausblick

 
#1
Die privaten und öffentlichen Feierlichkeiten anläßlich des Thanskgiving Day sind vorüber, die US-amerikanischen Marktteilnehmer – wo immer sie leben – haben mit dem überbrückten Freitag eine langes Wochenende genossen und sind heute zufrieden, gesträkt und geläutert wieder an den Handelsbildschirmen, um den Endspurt zum Jahrtausendultimo zu bewältigen. Der Geldzufluß bleibt weiterhin groß. Angesichts des überdurchschnittlichen Wachstums des Bruttoinlandsprodukts von 5,5% im 3. Quartal und der mit 27,5% gestiegenen Nettogewinne der US-amerikanischen Aktiengesellschaften im Oktober 1999 im Vergleich zur gleichen Periode des Vorjahres besteht kein Grund, eine bevorstehende Korrektur an den US-amerikanischen Börsen zu befürchten. Was noch ausgeblieben ist, ist die Fusionswelle zwischen Banken, Brokern und Versicherungen aufgrund der Abschaffung des Glass-Steagall Actes.

Übers Wochenende hat Vorstandssprecher Klaus Esser von MANNESMANN eine einstimmige Absage des Aufsichtsrates an Christopher Gent von VODAFONE AIRTOUCH publiziert. Offensichtlich hat MANNESMANN mit den in den letzten Tagen getätigten Aktienkäufen über die Börse jetzt mit den Großaktionären HUTCHINSON WHAMPOA, AFL-CIO und der MANNESMANN Belegschaftsaktien die notwendige blockierende Mehrheit von über 50% erreicht. Dementsprechend dürfte der MANNESMANN Aktienkurs sich jetzt langsam wieder ermäßigen. MANNESMANN hat übrigens von der US-amerikanischen Gewerkschaft AFL-CIO ein großes Vertrauensvotum auch in der US-amerikanischen Presse erhalten, in dem das deutsche Modell mit der Repräsentation des Betriebsrates sehr gelobt wird.

Nach der vorläufigen Rettung von PHILIPP HOLZMANN will Bundeskanzler Gerhard Schröder auch die Schließung des ADTRANS Werkes, einer gemeinschaftlichen Tochter von DAIMLER-CHRYSLER und ABB verhindern. Diese staatlichen Hilfeaktionen belasten die deutsche Börsen, die als einzige der europäischen Börsen am Freitag tiefer schlossen. Auch der EURO dürfte darunter leiden, der trotz konzertierter Interventionen gegenüber dem Japanischen Yen immer nur noch bei 1,0142 gegenüber dem US-Dollar liegt. Bei Eröffnung der US-amerikanischen Währungsmärkte dürfte mit einer weiteren Welle von Interventionen seitens der FEDERAL RESERVE BANK und der BANK OF CANADA zu rechnen sein.

Die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Woche sind am Montag: Existing Home Sales, Dienstag: Consumer Confidence, Mittwoch: Construction Spending, Leading Indicators, Donnerstag: Detailverkaufszahlen, New Home Sales, Weekly Jobless Claims, Freitag: Unemployment, Factory Orders.

Für heute dürfte eine anfänglich unveränderte bis schwache Börsenentwicklung in Deutschland zu rechnen sein, die sich zu Mittag bei Eröffnung der US-amerikanischen Währungsmärkte aufgrund der zu erwartenden Interventionen etwas verbessern dürften.
Grüße
Sailorman
www.ebtrade.com


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