.wallstreet-village.de:T ageesreport 21 03 2000

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#1
Revolutionäre

Nach der Ankündigung des Celera-Verkaufs entwickelten sich auf unseren Boards heftige Diskussionen. Dabei mussten wir auch (zum Teil berechtigte) Kritik für unser Vorgehen beim Kauf und Verkauf der Celera-Aktie hinnehmen.

Nun ist die Sache jedoch entschieden. Celera ist verkauft und befindet sich nun nicht mehr in unserem Revolutionärsportfolio.

Der eigentliche Fehler ist nicht der Verkauf, sondern war der Kauf der Celera-Aktie. (Auch wenn er nicht besonders weh tut. Wir wurden nicht betraft und konnten die Aktien noch für 136 Euro, also mit einem Gewinn von über 19 % verkaufen.) Es war falsch, sich nach dem Verkauf von AOL selbst unter Druck zu setzen und sich ohne gründliche Information in ein Investment zu stürzen.

Celera ist ein echter Pionier auf dem Gebiet der Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes. Sie hat eine Idee nicht einfach nur kopiert, sondern ist Vorreiter. Damit erfüllt die Firma ein wichtiges Revolutionärskriterium.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist jedoch von Anfang an nicht erfüllt gewesen: Die Profitabilität bzw. die Aussicht auf Gewinne. Schauen wir dazu einmal kurz auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung der letzten drei Geschäftsjahre:

Ein Unternehmen, welches auch nach den starken Kursverlusten der letzten Tage eine Marktkapitalisierung von weit über 6 Mrd. $ besitzt, erwirtschaftet geradezu lächerliche Umsätze: 0,9 Mio. $ (1997), 4,2 Mio. $ (1998), 12,5 Mio. $ (1999).

Die operativen Verluste, d.h. das Ergebnis nach Abzug der „Produktionskosten“ (sofern man diese bei einem Forschungsunternehmen wie Celera überhaupt so nennen kann), betrugen dagegen: 32,1 Mio. $ (1997), 12,8 Mio. $ (1998), 68,8 Mio. $ (1999).

Aus diesen Zahlen wird deutlich: die Vermarktung der Vorschungsergebnisse noch lange nicht „angelaufen“ ist. Selbst die Umsätze sind äußerst gering. Andere „Geldvernichtungsmaschinen“ wie Intershop oder Amazon können wenigstens auf vergleichsweise hohe Umsätze verweisen.

Auch die Aussichten auf Gewinne sind fraglich. Es ist zwar möglich, dass die Clinton/Blair-Äußerungen zur allgemeinen Freigabe des menschlichen Erbgutes dennoch eine Vermarktung der Forschungsergebnisse zulassen. Aber wer weiß, was den Regierungschefs, bestimmten  Behörden, dem Papst, dem lieben Gott oder sonst irgend jemandem in Zukunft dazu wieder einfällt. Auch ist es leicht möglich, das nicht Celera, sondern ein anderes Unternehmen letztendlich Profit aus der Forschungsarbeit schlägt. Auch dann werden einem die Celera-Aktien wenig Freude machen.

Was ich damit sagen will: Die Celera-Aktie kann durchaus zu einem erfolgreichen Investment werden. (In diesem Falle müssen wir uns dann wahrscheinlich den unberechtigten Spott all derer anhören, die es ja schon immer besser gewusst haben.) Ein Celera-Engagement ist aber auf Grund der vielen Unabwägbarkeiten jedoch einfach zu riskant.

Deshalb gehen wir mit folgender Erkenntnis aus der Celera-Geschichte: Revolutionäre sind nur solche, die mit ihrer Geschäftsidee nicht auf einen fahrenden Zug aufgesprungen sind. Dazu zählt Celera auch. Als Investor sollte man jedoch lieber nur in fahrende Züge einsteigen, d.h. in Unternehmen investieren, bei denen die Vermarktung der Geschäftsidee schon funktioniert. Als Beispiel: Yahoo oder Ebay.

Über kritische Kommentare zu dieser Entscheidung freuen wir uns. Auf diese Weise können auch wir etwas dazu lernen. Wer mitdiskutieren will, ist auf unseren Bords willkommen. Dazu einfach http://www.wallstreet-online.de/community/board//...s/99513?uid=&iid= " rel="nofollow"> HIER klicken.  

Celera verlor zwar gestern in Frankfurt nur 2,21 %. In Amerika stürzte die Aktie dann aber bis zum dortigen Handelschluss über 22 % ab. Mit dem Verkauf haben wir uns so zumindest diesen drastischen Einbruch der Aktie erspart. Noch einmal: Verkauft haben wir aber, weil wir von der Aktie fundamental nicht überzeugt sind. Wären wir überzeugt, würden wir auch solche Einbrüche „aussitzen“.

Während sich Aixtron und Kamps kaum bewegten, verloren auch Amgen (-10,45 %) und Broadvision (-10,56 %) kräftig. Ebay (-4,44 %) und Yahoo (- 3,87 %) verloren leicht. Nur Qiagen machte uns gestern eine Freude und stieg um 7,88 %.

Könige

Die Könige „verbrachten“ gestern einen geruhsamen Tag. Während sich Cisco, Sun und Wal-Mart kaum bewegten, stiegen Nokia ( +2,44 %) und Vodafone (+2,52%) nur leicht.

Studentisches Portfolio

Nur bei Chris M. war gestern Bewegung im Portfolio. Daimler verlor leicht (1,11%). Consors jedoch machte wieder einmal einen 8 %-Sprung und steht jetzt bei 147 Euro.

http://www.wallstreet-online.de/research/vipdepots/ws/d/depot_103.php3 " rel="nofollow"> Kaufleute

Gestern stiegen Degussa (+2,76 %) und MAN (+1,63%) zwar leicht. Dafür verloren die Deutsche Lufthansa (-0,87%) und ThyssenKrupp (-0,58%) leicht.

Die Kaufleute liegen seit Start immer noch bei +/- Null. Besonders die Kaufleute-Strategie verlangt Disziplin vom Investor. Am Ende des Jahres muss sich die Performance dann mit der des DAX messen. Bis dahin sind es aber noch neun Monate ...



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