Ricardo bei Kursschwäche kaufen!

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Ricardo bei Kursschwäche kaufen! Skippi

Ricardo bei Kursschwäche kaufen!

 
#1
Ricardo der Wochenmarkt im Internet

Neuer Markt inside vom 23.12.99 empfiehlt die Aktien des online- Auktionshauses Ricardo.de zum Kauf. Der Kursanstieg in den letzten Wochen könne schon mit dem von einigen US-Highflyern verglichen werden. Grund für den Anstieg sei unter anderem auch der Einstieg von Ricardo.de in das
business to business (B2B) Geschäft. Am 17 Januar plane Ricardo.de die B2B-Platform "RicardoBiz" im Internet zu verwenden. Zuerst sollen 6 Handelsplätze für verschiedene Branchen den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, wobei Partner von Ricardo.de die Einstellung der branchenspezifischen Nachrichten auf den unterschiedlichen Plattformen übernehmen.
Die Redaktion berichtet, dass viele Marktforschungsinstitute mit einem explosiven Wachstum im B2B-Sektor rechnen würden. In den USA soll der Umsatz von USD 43 Mil (1998) auf USD 1,4 Bio ansteigen, dies entspräche einer jährlichen Wachstumsrate von 100 Prozent. In Europa werden noch
größere Wachstumsraten aufgrund der geringeren Ausgangsbasis für wahrscheinlich gehalten.
Die WestLB und MM Warburg hatten die Aktie in den letzten Wochen schon mit Kurszielen von EURO 141 bzw. EURO 150 zum Kauf empfohlen. Neuer Markt inside rät Mutigen ein Spielchen zu wagen. Die Redaktion erfuhr von Ricardo.de das am 25.Januar eine positive Meldung auf der Pressekonferenz bekanntgegeben werden soll.


fnet-Recherche

Das am 21.Juli.1998 in Hamburg gegründete Internet-AuktionshausRicardo.de ging zum ersten Mal am 25.August 1998 online. 27 Mio. Seitenaufrufe können monatlich verzeichnet werden. Der Kunde hat die Möglichkeit zwischen verschiedenen Auktionen zu wählen wie z.B. live Auktion, nonstop

Auktion oder private Auktion. Die Versteigerte Produkte sind hierbei recht unterschiedlich, so gehören Fernseher, Computer und Kameras zum alltäglichen. Am 08.12.99 wurden sogar Wertpapiere versteigert. Es ging hierbei um ein Top 10 Internet- Indexzertifikat , dass von der Commerzbank und der BSL Asset Management AG gemeinsam entworfen wurde. Hierbei wollte sich Ricardo.de als alternativer, unabhängiger Vertriebskanal gegenüber den traditionellen Börsen und Finanzplätzen präsentieren. Auch in Zukunft plant man weitere Wertpapier- Auktionen durchzuführen,da großes Kundeninteresse vorhanden war.
Die Auktionen laufen zu 50 Prozent auf eigene Rechnung und zur Hälfte in Kommission für Großhändler und Hersteller. In Anbetracht der weltweit größten Internet-Auktionshäuser eBay und Onsale aus den USA ist Ricardo.de noch relativ unbedeutend. Um auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen kaufte eBay den Wettbewerber alando.de. Die Konkurrenz kommt aber nicht nur aus den
USA, sondern auch auf dem europäischen Markt buhlen QXL und Primus um die Gunst und das Geld der Kunden. Bei den live-Auktionen leitet ein echter Moderator den Verkauf der Gegenstände.
Bezahlt werden kann per Kreditkarte, mit Rechnung oder bald auch via Lastschriftverfahren. Innerhalb von zwei Tagen soll die Ware dann letztendlich beim Kunden ausgeliefert werden. Am 27. Mai versteigerten Prominente wie Claudia Schiffer und Heiner Lauterbach über Ricardo.de persönliche Gegenstände, um Geld für die Kosowo-Flüchtlinge zu sammeln.

Am 13.12.99 führte Ricardo.de in Zusammenarbeit mit S-ITT, einem Dienstleistungscenter der Sparkasse Pfullendorf den Treuhandservice ein. Hierdurch wird ein neuer Sicherheitsstandard für die Kunden gesetzt. Geldbetrag und Ware finden so immer ihren Weg zum rechtmäßigen Besitzer. Das
Auktionshaus erhofft sich als Folge ein steigendes Transaktionsvolumen. Der Grund für den starken Kursanstieg ist wahrscheinlich auch auf eine Meldung des Unternehmen zurückzuführen, in der kundgetan wird, dass am 17.Januar 2000 der Startschuss für ein neues e-commerce-Konzept fallen soll. Hierbei können Teilnehmer auf sechs Handelsplätzen ihre Produkte anbieten und von den Vorteilen des dynamischen Preisfindungs-Mechanismus profitieren. Die Produktpalette reicht von Arbeitskräften über Lagerkapazitäten bis hin zu Immobilien. Für das erste Quartal 2000 ist schließlich die Internationalisierung dieses Angebots geplant.

Ricardo.de konnte seinen Umsatz im ersten Geschäftsjahr 99/00 gegenüber dem Vor-Quartal um 40 Prozent auf DM 5,943 Mio. steigern. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 2541 Prozent. Der Verlust pro Aktie vor außergewöhnlichen Aufwendungen (IPO) und Steuern und Zinsen betrug im abgelaufenen Quartal EURO 0,17.


fnet-Fazit

Ricardo.de bietet mit 120000 Produkten ein wahrlich großes Sortiment. Warum einen Computer für mehrere tausend DM im Laden kaufen, wenn er doch bei Ricardo.de vom Schreibtisch aus für einige hundert DM zu haben ist?? Auch der Einstieg in das B2B-Geschäft im Januar 2000 kann positiv
gewertet werden. Wenn finanzstarke Unternehmen auch in den online-Handel einsteigen, wird der Profit Ricardos im Vergleich zum normalen Privatkundengeschäft ungleich größer werden. Während in den USA schon ein relativ großer Prozentsatz der Bevölkerung übers Internet Einkäufe tätigt, ist in Europa noch großes Potential vorhanden, was man auch an den Mitgliederzahlen von Ricardo.de erkennen kann, die im abgelaufenen Quartal von 100000 auf 250000 verzweieinhalbfacht werden konnte.


Gruß
Skippi


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