Phenomedia

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Phenomedia Buzz

Phenomedia

 
#1
Anmerkungen zu Phenomedia von einem Neuling im Board:

Die AG wird von sehr cleveren Jungs gemanagt. Die haben es tatsächlich geschafft, um die Pleitefirma Greenwood herum eine AG entstehen zu lassen. Greenwood gehörte früher zur Funsoft Gruppe und hat für die Funsoft ( heute THQ) einige Projekte z.B. „der Planer“ entwickelt. Funsoft wollte Greenwood irgendwann liquidieren, da es sie fast 1 Million Verluste gekostet hat. Schließlich wurde sie zum Grundkapitalpreis verkauft. Greenwood war für die spätere Phenomedia wichtig: es gab die Firma schon über 3 Jahre mit geregelten Geschäften.
( In den einschlägigen Börsenblätern wird immer von 2 Millionen verkauften Stück von „der Planer „ gesprochen,  da hat man aber wohl sämtliche Cover CDs und Kopplungen mitgezählt. Tatsächlich waren es weniger als 40.000)
Alle anderen Companies der jetzigen AG waren noch zu jung. Greenwood war also der Schlüssel zum IPO

Mit einigen anderen Firmen kam dann die Verschmelzung zu Pheneomedia. Zu den Firmen gehört auch eine Firma,, die Werbespiele produziert hat.  Die haben mal für Johnny Walker das Moorhuhn gebastelt. Das Produkt ist aber fast 2 Jahre alt, als Programm sicherlich nicht herausragend, aber es macht Spaß.
Jetzt kam reichlich Glück dazu, denn ohne einen Berliner Rundfunksender wäre das Moorhuhn in der Versenkung geblieben.
Zur Zeit versucht Phenomedia aus diesem Glücksfall Geld zu machen. Die Frage ist aber, ob eine Kunde wirklich bereit ist, für ein Nachfolgeprodukt Geld auszugegeben. Bis jetzt ist das Spiel kostenlos im Netz oder per e-mail zu bekommen.

Wichtig hierbei, wann kommt der Nachfolger? Modewellen kommen und gehen, wie schnell zeigt ein Beispiel wie Guildo Horn. Wenn, wie angekündigt der Nachfolge im Mai kommt, könnte der Hype schon wieder vorbei sein.
Das Moorhuhn ist also keinesfalls der geplante Aufbau einer Marke gewesen, sondern einzig und allein mit sehr viel Glück passiert. Bei Johnny Walker wird man sich vermutlich in den Selbigen beißen, dass man sich nicht sämtliche Rechte gesichert hat.

Wie wichtig das pünkltiche Abliefern von Produkten ist, zeigt ein anderes Besipiel von Phenomedia: Gothic.
Das Produkt war für Frühjahr 99 angekündigt! Sämtliche großen Spiele Hersteller haben das Teil damals abgelehnt. Schließlich landete es bei Egmont Interactive. Egmont hat außer in Skandinavien, da sitzt das Mutterhaus, keine Interactive Strukturen. Selbst in Deutschland wird der Vertrieb durch eine externe Firma durchgeführt. Mit anderen Worten: das Produkt wird es schon wegen dieser Konstellation schwer haben.
Die Deutsche Gamespresse hat Gothic mit viel Vorschußlorbeeren bedacht. Das macht sie aber bei fast allen deutschen Produkten. Durch die permanten Verschiebungen kippt diese Stimmungslage aber gerade, denn es gibt in dem Genre auch einige Mitbewerber. Der Tenor in den letzten Presse Ausgaben war eher: jetzt muß es aber endlich kommen, sonst is es zu spät. Die PR Arbeit, die durch den Entwickler in Deutschland erbracht wurde, ist nebenbei sehr beachtlich, aber man kann so ein Thema nicht über 18 Monate hoch halten, wie man jetzt sieht.
Irgendwann sagt die Presse, wir haben alles geschrieben, bringt es jetzt endlich raus.
Die fehlenden Strukturen bei Egmont sind für das Produkt bzw. Phenomedia auch auf anderer Seite ein Problem. Ein Publisher funktioniert wie ein Geldgeber. Der Entwickler bekommt die Entwicklung komplett bezahlt, dann werden die Einnahmen mit den Lizenzen verrechnet, Im Falle Gothic dürfte das ab ca. 100.000 verkauften Stück liegen, dann verdient Phneomedia Geld.
Die Rechnung ist sehr simpel, wenn Gothic in vielen Ländern veröffentlicht wird, dann kann diese Stückzahl leichter erreicht werden. Das ist der große Vorteil von international tätigen Spielherstellern oder wie in diesem Fall der Nachteil, denn Egmont muß das Produkt in andere Länder weiterverkaufen. Das ist nicht ganz einfach und es drückt die Marge weiter. Da es mittlerweile ganz verläßliche Daten über die Verkäufe von Software in Deutschland gibt, wird sich im Mai zeigen, wie Gothic sich dann tasächlich entwickelt und ob Phenomedia damit auch wirklich Geld verdienen kann.

Ansonsten beschäftigen sie sich mit Technologie-Entwicklung. Hier sind den Deutschen die Amerikanier und auch die Engländer bisher mehrere Schritte voraus. Die von Phenomedia entwicklete Produkte müßen also schon wirklich erstklassig sein, damit sie gegen die anderen anstinken können. Deutschen Entwicklern ist das bisher fast nie gelungen.

Phenomedia soll hier keineswegs schlecht gemacht werden. Es scheint nur, dass viele außer der Wertpapierkennnummer nichts von dem Unternehmen wissen. Die Kursentwicklung ist außergewöhnlich, aber ob sie brechtigt ist? Spätestens wenn die nackten Zahlen kommen, wird man sehen, was wirklich dahinter steckt.

Gruß

Buzz


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