NSE : Wandelanleihe mit 22%

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NSE : Wandelanleihe mit 22% Fips
Fips:

NSE : Wandelanleihe mit 22%

 
25.09.99 13:27
#1
An die Profis : kann mir jemand mal genau erklären, wie die Banken die Gegenfinanzierung von hochprozentigen Wandelanleihen durchführen ? Wenn man einmal ganz naiv davon ausgeht, dass Bänker kein Geld selbst riskieren, muss es doch einen oder mehrere Drehs geben, das Risiko wieder an den Kapitalmarkt zu bringen. Wie kann sich das dann auf den Kurs des Basiswerts auswirken ? Klingt vielleicht naiv, aber ich wäre trotzdem für eine Erklärung dankbar. Merci !
(WKN : 281151).  
NSE : Wandelanleihe mit 22% ocjm
ocjm:

Re: NSE : Wandelanleihe mit 22%

 
29.09.99 18:40
#2
die basisinstrumente sind zuvor für billiges geld bei oder vor dem IPO übernommen worden und stehen jetzt mit riesigen buchgewinnen zu buche.

ein verkauf würde den kurs abstürzen lassen sodaß sich dieser verbietet.

somit wird wie immer dem kleinanleger das exorbitante kursrisiko der zu grunde liegenden aktie mit einem vermeintlich hohen zins schmackhaft gemacht.

die bank ist damit fein raus.

solte die aktie abstürzen, allenfalls wie hier 23 % kursverlust. kommt die Aktie, wieder erwarten, hat sich die performence nur um die paar prozente reduziert.

also alle hochverzinslichen wandelanleihen, revers convertibles, starzertifikate discountzertifikate o. äh. haben nur einen zweck, das chrashrisiko auf den kleinanleger abzuwälzen ohne die kurse unter abgabedruck zu setzen.

finger weg.
NSE : Wandelanleihe mit 22% Fips
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Danke für die Auskunft !

 
30.09.99 11:47
#3
dann macht die Pusherei von Sal. Oppenheim auch Sinn. Noch eine Frage : muss man dann bei einem Kurs in der Nähe des Basispreises mit einem massiven Kursdrücken durch die Bank rechnen ?
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Re: NSE : Wandelanleihe mit 22%

 
#4
hallo fips

diese frage kann ich dir leider nicht beantworten.

mir fällt nur seit monaten auf, daß die os-emitenten ein vielfaches an calls emitieren als puts.

schau doch mal auf die neu emitierten os zum neuen markt.

puts sind fast schon die ausnahme.

da in der vergangenheit sich die emitenten in der regel durch die ausgabe von os-scheinen mit puts und calls auf den gleichen basiswerten absicherten und somit den spreed als sichere einnahme verbuchen konnten, sind die emitenten derzeit so bearish, daß sie als absicherung von puts den eigenen aktienbestand verwenden.
(dies soll so in der west-lb sein lauf insider).

zu den modernen innovationen der finanzwelt, allgemein als revers convertibles oder star-zertifikat oder block-zertifikat oft unterlegt mit mehreren basiswerten ist das gleiche zu sagen.

hier gilt besonders, daß es nicht ein einziges papier gibt, daß bei einer hosse den anleger begünstigt.

das heißt, die großen sehen alle samt schwarz für ihren eigenen aktienbestand und verkaufen wie verrückt absicherungszertifikate um bei einem crash, der nach www.elliottwave.de mit über 90%sicher eintreten wird, abgesichert zu sein.

weiterhin ergibt sich ein schöner nebeneffekt.

die emitenten sind auf monate mit cash ausgestattet, welches sie im falles eines crashs dann optimal bei kaufkursen einsetzen können.

der keinanleger hat im falle eine chrashes allenfalls den zinsanspruch und den kursverlust, der einen viel geringeren aktionsramen ermöglicht.

also finger weg, d. h. bitte nicht vor dem 31.12.99 einkaufen und dann zu extrm ausgebompten kursen.

hast du mal ausgerechnet welche effectivverzinsung bei späterem kauf entsteht. Wenn die diese papiere mit 60% und weniger gehandelt werden, ergeben sich bei einzelnen papieren realverzinsungen über 30% p.a.


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