Most stellt mitten im Umbau Antrag auf Insolvenz (Zus) ----Stolberger, quo vadis?

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Most stellt mitten im Umbau Antrag auf Insolvenz (Zus) ----Stolberger, quo vadis? hugo

Most stellt mitten im Umbau Antrag auf Insolvenz (Zus) ----Stolberger, qu.

 
#1
Die Meldung hat mich eben schon ein wenig geschockt! Wenn jetzt der Kurs nicht mal richtig in den Keller geht :-(

Most stellt mitten im Umbau Antrag auf Insolvenz (Zus)

1999-08-16 um 16:15:46


Düsseldorf (vwd) - Ein völlig überraschender Antrag auf Insolvenz und ein postwendendes Bemühen um Abschmetterung - zwischen der Most AG, Hannover, und ihrer Mutter Stolberger Zink AG, Stolberg, ist eine Krise ausgebrochen, die mitten in die Umstruktuierung der Tochtergesellschaft von Süßwaren auf Telekommunikation platzt. Stolberger legte laut Ad-hoc-Mitteilung vom Montag Beschwerde gegen den Schritt von Most ein, auf den hin am Wochenende das Amtsgericht Hannover ein Insolvenzverfahren eröffnet hatte. Laut Most fehlte das Kapital für die Neuausrichtung eines Teils der eigenen Läden. Der Konkursverwalter plant in frühestens zwei Wochen ein Sanierungskonzept.


Stolberger Zink, die demnächst als Stolberger Telecom AG firmieren will, erklärte, der Most-Vorstand habe mit seinem Insolvenzantrag am Freitag in einem "nicht nachvollziehbaren" Schritt überraschend und im Alleingang gehandelt. Weder der Most-Aufsichtsrat noch Stolberger als Alleinaktionärin seien informiert worden. Man habe nun unverzüglich Beschwerde eingelegt, weil der Vorstand der zu Jahresbeginn übernommenen Tochtergesellschaft "wesentliche Umstände, die zu berücksichtigen waren, ausser Betracht gelassen" habe. Finanzvorstand Christian Kadelbach sei am Freitag "im beiderseitigen Einvernehmen" von seiner Funktion entbunden worden.


Nach Angaben des Insolvenzverwalters fungierte Kadelbach als gleichberechtigter Vorstand neben Andreas Most. Weiter heißt es in der Pflichtmitteilung von Stolberger, man gehe fest davon aus, dass die mit der Viag Interkom GmbH & Co, München, "erfolgreich gestartete Umstrukturierung des bundesweiten Most-Filialnetzes zu Telekom-Shops zügig fortgesetzt wird". Stolberger plane nach wie vor, Most im ersten Halbjahr 2000 an die Börse zu bringen. Auch bei Viag Interkom hiess es, man setze weiter auf das Shop-Konzept - "unter welchem Dach auch immer". 50 der über 150 Most-Läden sollen auf Telekom-Produkte umgerüstet werden, zwölf sind es bereits.


Most ließ mitteilen, das für die Neuausrichtung notwenige Kapital habe trotz Zusagen nicht zur Verfügung gestanden. Der Insolvenzverwalter Reinhard Mühl aus Hannover, bemühe sich um Fortführung des Traditionsunternehmens, das 1998 mit rund 500 Mitarbeitern rund 80 Mio DEM Umsatz machte. Ein Sprecher sagte im Namen Mühls, dieser hoffe, in frühestens zwei Wochen mit einem Sanierungskonzept aufwarten zu können. Stolberger habe bei der Übernahme von Most angekündigt, das Unternehmen bis Ende dieses Jahres an die Börse zu bringen. Dass die Muttergesellschaft nun das erste Halbjahr 2000 anvisiere, möglicherweise zu Verunsicherung bei Lieferanten geführt.


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