Normalerweise bin ich gegen jegliche Uniformität und befürworte stets einen individuellen Stil, gerade auch bei der Kleidung. Wenn ich dann aber höre, wie es heute auf Mädchenschulen oder allgemein unter den Mädels auf dem Schulhof zugeht, wie dort Menschen nur noch anhand ihrer Kleidung beurteilt werden und die markenfixierte Generation die "anderen" als Außenseiter ausgrenzt, dann halte ich Schuluniformen schon für eine notwendige und sinnvolle Maßnahme - und sei es nur, um wenigstens einige soziale Unterschiede an Schulen aufzuheben. Ich hätte es als Schulkind gehasst, aber das waren noch andere Zeiten. "Ich trage, was mir passt und mir gefällt." scheint heute für die Kids nicht mehr möglich zu sein. Und: Aufgrund des Modediktats sind die doch eh jetzt schon fast alle quasi uniformiert, wenn auch auf eine andere Weise.
Außerdem zeigt das Beispiel Japans, dass eine einheitliche Schulkleidung sehr wohl identitsfördernd sein kann: Man identifiziert sich mit der eigenen Schule/Klasse und erlebt ein intensiveres Gefühl der Zusammengehörigkeit.