Gutachter: T-Online-Kurs wurde "heruntergeredet"

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Gutachter: T-Online-Kurs wurde
EinsamerSam.:

Gutachter: T-Online-Kurs wurde "heruntergeredet"

2
04.05.06 07:57
#1
Internet

Gutachter: T-Online-Kurs wurde „heruntergeredet“

Für T-Online ist die vielleicht letzte Hauptversammlung am Donnerstag in Köln mit Abstand die schwierigste: Die verbliebenen Kleinaktionäre werden sich mit allen juristischen Mitteln gegen die geplante Verschmelzung mit der Muttergesellschaft Deutsche Telekom wehren. Unterstützung erhalten sie jetzt vom renommierten Frankfurter Aktienrechtler Theodor Baums: "Die Anfechtungsklage gegen den Verschmelzungsbeschluß der T-Online-Hauptversammlung 2005 hat gute Aussicht auf Erfolg, denn das Vorgehen der Deutschen Telekom stellt sich als Treuepflichtverletzung und Stimmrechtsmißbrauch dar", sagte Baums der F.A.Z. In einem Gutachten für die Düsseldorfer Anwaltskanzlei Dreier Riedel, das der Zeitung vorliegt, wirft Baums der Telekom vor, den Aktienkurs von T-Online bewußt "heruntergeredet" und durch konzerninterne Vorgaben gemindert zu haben, um die geplante Wiedereingliederung in den Telekom-Konzern so günstig wie möglich zu gestalten.

Vorstände auf Schadenersatz verklagen

"Das Gutachten zeigt, daß die Vorstandsmitglieder von T-Online bewußt versucht haben, den Kurs zu drücken, damit die Telekom die Aktien günstig zurückkaufen kann", sagte Peter Dreier, der viele T-Online-Aktionäre als Anwalt im Hauptsacheverfahren vertritt. "Wir sind nun sehr zuversichtlich, das Verfahren zu gewinnen und dann die Vorstandsmitglieder und die Gesellschaft auf Schadenersatz zu verklagen", sagte Dreier. Auf der Hauptversammlung werde eine Sonderprüfung beantragt, um möglichen Einfluß der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte auf den Aktienkurs zu untersuchen.

Nach Ansicht von Baums hat sich der Aktienkurs von T-Online nur in den Jahren 2000 bis 2003 marktkonform entwickelt. "Im Vorfeld der geplanten Verschmelzung in den Jahren 2004 bis 2006 sind jedoch außerordentliche Entwicklungen zu beobachten", sagte Baums: Während ausgewählte Vergleichswerte in diesem Zeitraum bis zu 87 Prozent an Wert gewonnen hätten, sei die T-Online-Aktie in jedem dieser drei Jahre gefallen.

„Telekom hat den T-Online-Kurs gedeckelt“

Einen wichtigen Grund für diese Entwicklung sieht Baums in der Informationsstrategie der Telekom. "Die Vorstände haben im Vorfeld der Verschmelzung nachteilige Informationen für die außenstehenden T-Online Aktionäre veröffentlicht, die dazu bewegen sollten, das freiwillige Übernahmeangebot von 8,99 Euro je Aktie anzunehmen" kritisiert Baums. Mit der Ankündigung, daß das Umtauschverhältnis im Rahmen des Verschmelzungsvertrages nur zwischen 0,45 und 0,55 Telekom-Aktien für eine T-Online-Aktie liegen werde, hätte sich für die Aktionäre ein erheblicher Druck ergeben, das vom T-Online-Vorstand als richtig empfohlene Übernahmeangebot von 8,99 Euro je Aktie anzunehmen und damit auf die Überprüfung des Tauschverhältnisses zu verzichten.

Außerdem hätte diese Spanne deutlich unter dem Durchschnittskurs der Aktie in den drei Monaten vor Veröffentlichung der Reintegrationspläne gelegen. "Mit dieser Ankündigung hat die Telekom die Börsenkursentwicklung von T-Online gedeckelt", sagte Baums. Wäre der Kurs der T-Online-Aktie nicht im Vorfeld der Verschmelzung heruntergeredet worden, hätte sich ein Umtauschverhältnis von mindestens 1 zu 0,61 ergeben müssen. Baums Vorwurf: Die Telekom hat das im Verschmelzungsbericht angegebene Umtauschverhältnis von 1 zu 0,52 durch treuepflichtwidriges Verhalten vorbereitet und ihre Mehrheitsmacht für die Zustimmung zum Vertrag in der Hauptversammlung 2005 mißbraucht.

„Geschäftspolitik am Interesse der Telekom ausgerichtet“

Ein weiterer Grund für die schlechte Aktienkursentwicklung liegt nach Ansicht des Aktienrechtlers darin, daß die Telekom einen konzerninternen Wettbewerb zu Lasten von T-Online veranlaßt und das Unternehmen von der Einführung der Internet-Telefonie aus Rücksicht auf die Festnetzsparte T-Com abgehalten hat. "Der Kurs der T-Online wurde infolgedessen gezielt unter der bei unabhängiger Entwicklung zu erwartenden Wertgrenze gehalten oder gedrückt, um die Geschäftschancen der Telekom zu steigern", sagte Baums. Die Geschäftspolitik der T-Online sei maßgeblich am Konzerninteresse und zum Nachteil ihrer eigenen Entwicklung ausgerichtet worden.


Quelle: faz.net

Euch,

   Einsamer Samariter

Gutachter: T-Online-Kurs wurde
jungchen:

Deutsche Bank auf Seiten der Kleinanleger

 
05.05.06 10:23
#2
Deutsche Bank kritisiert T-Online

Geldinstitut unterstützt Forderungen nach besseren Bedingungen bei der Fusion mit der Telekom
Von Lutz Frühbrodt

Köln - Überraschend hat die Deutsche Bank die Forderungen der Privatanleger auf der Hauptversammlung von T-Online unterstützt. Aufgrund der hohen Dividende bei der Deutschen Telekom würden die Aktionäre des Onlinedienstes diskriminiert, sagte Richard Jansson, der das Geldhaus auf der Hauptversammlung vertrat. Laut Jansson hält die Deutsche Bank fünf Mio. T-Online-Papiere.


Die Telekom will ihre Tochter, die sie einst an die Börse gebracht hatte, wieder in den Konzern integrieren. Die Anteilseigner von T-Online sollen pro Aktie 0,52 Telekom-Papiere erhalten. Die Deutsche Bank fordert ein Umtauschverhältnis von 0,57. Ein Großteil der Privatanleger hat bereits das Barangebot der Telekom von 8,99 Euro pro Aktie angenommen. Vertreter der verbliebenen Kleinaktionäre - etwa zehn Prozent - forderten auf der Hauptversammlung sowohl einen günstigeren Umtauschkurs als auch eine höhere Dividende. T-Online will nur vier Cent je Papier zahlen. "Das ist fast schon eine Unverschämtheit", kritisierte Carsten Heise von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW). Er forderte, den vollen Gewinn auszuschütten, was einer Dividende von 37 Cent entspräche.

Toni Riedel von der Anwaltspraxis Dreier Riedel Rechtsanwälte stellte einen Antrag auf Sonderprüfung der Fusion. Hierbei würde ein unabhängiger Prüfer aktionärsrechtlich relevante Vorgänge untersuchen. "Damit wollen wir den Schaden einfordern, der den Aktionären zugefügt wurde", sagte Riedel. Er beschuldigte das T-Online-Management und die Deutsche Telekom, gemeinsam und gezielt den Aktienkurs von T-Online gedrückt zu haben, um den Kaufpreis möglichst niedrig zu halten.

"Kleinanleger sind gefragt, wenn Geld eingesammelt werden soll", sagte der Aktionärsschützer Martin Weimann. "Kurz danach ist aber das Interesse schon wieder weg." Weimann kritisierte, daß mit dem Börsengang von T-Online im Jahr 2000 die unternehmerische Eigenständigkeit des Onlinedienstes vorgetäuscht wurde. Tatsächlich sei T-Online jedoch weiter eine "Betriebsabteilung" der Telekom geblieben. "Somit war der Börsengang nichts weiter als eine gewaltige Kapitalbeschaffungsmaßnahme", kritisierte Weimann.

Aus der Berliner Morgenpost vom 5. Mai 2006


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aischa:

T-online oder Deutsche Telecom?

3
24.05.06 13:44
#3
Ich verstehe nicht, wieso wird mit T-online weiter gehandelt!!!
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Skydust:

Das ist der letzte

 
01.06.06 15:18
#4
Betrug und die letzte ABZOCKE und die Richter korupt, ich hab für eine T-Online Aktie 17 Euro bezahlt und bekomm jetzt nur Almosen DRECK dafür.
Die Gerichte hier entscheiden immer für die falschen!!
Gutachter: T-Online-Kurs wurde
jungchen:

widerliche

 
01.06.06 15:36
#5
kluengelei...
ich fuehle mich betrogen und enteignet
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ecki:

t-online: Zwangsumtausch in den nächsten Tagen!

 
04.06.06 20:09
#6
http://www.wams.de/data/2006/06/04/902211.html

Zwangstausch für Aktionäre
T-Online-Anleger erhalten in Kürze Aktien der Telekom

von Frank Stocker

Ein Kapitel geht an der Börse zu Ende. Am Donnerstag entschied der Bundesgerichtshof (BGH), die Beschwerden gegen eine Verschmelzung von T-Online mit der Deutschen Telekom abzulehnen. Daher werden die Aktien des Internet-Providers in wenigen Tagen vom Kurszettel verschwinden.

Das Unternehmen T-Online hört in wenigen Tagen auf zu existieren. Die Anteilscheine der verbliebenen Aktionäre werden nach dem entsprechenden Eintrag ins Handelsregister automatisch umgetauscht. Dies kann innerhalb weniger Tage erfolgen. Die Anleger selbst müssen dafür nichts tun und können auch nichts dagegen unternehmen. Für 25 Aktien erhalten sie dann 13 Papiere der Deutschen Telekom. Dies entspricht beim derzeitigen Stand der Telekom-Aktie einem Wert von rund 6,75 Euro.

Anfang 2005 hatte die Deutsche Telekom den T-Online-Aktionären angeboten, ihre Aktien für 8,99 Euro je Stück zurückzunehmen. Viele hatten dies jedoch abgelehnt, da sie der Telekom beim Börsengang im Jahr 2000 die Aktien zu 27 Euro abgekauft hatten. Auch Aktionärsschützer hatten gegen den Verschmelzungsbeschluß geklagt. Nach der Entscheidung des BGH wird der Verlust der verbliebenen T-Online-Aktionäre nun jedoch noch höher ausfallen.


"Wir hätten uns eine andere Entscheidung gewünscht", sagt Ulrich Hocker, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Er will in einem sogenannten Spruchverfahren die Höhe der von der Telekom gebotenen Abfindung gerichtlich überprüfen lassen. "0,52 Telekom-Aktien je T-Online-Papier sind deutlich zuwenig", sagt Hocker.


"Sobald die Verschmelzung im Handelsregister eingetragen ist, können wir das Spruchverfahren einleiten", so Hocker. Damit ist zwar die Verschmelzung nicht aufzuhalten, aber es besteht eine kleine Chance, daß die betroffenen T-Online-Aktionäre noch eine Nachzahlung erhalten.


Unterdessen ist am Freitag, nur einen Tag nach der Entscheidung des BGH, der bisherige T-Online-Vorstandschef Rainer Beaujean von seinem Amt zurückgetreten. Öffentlich hatte er bisher zwar immer die Rückintegration in den Telekom-Konzern befürwortet. Offensichtlich war er aber mit der Degradierung vom Konzernchef zum Abteilungsleiter doch nicht ganz einverstanden.


Artikel erschienen am 4. Juni 2006  
Gutachter: T-Online-Kurs wurde

Hi, Ecki,

 
#7
habt ihr schon Eure Aktien bekommen? Und wann gab es die Depoteinbuchung? Danke


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